Das Wunder von La Palma

Ich komme gelegentlich auf die Kanaren, genauer gesagt auf La Palma, weil da Teleskope stehen. Nachdem man da mehrere Nächte durchgemacht und einen kleinen Fleck am Himmel beobachtet hat, ist es angenehm, einen Tag auf den fantastischen Wanderwegen zu verbringen, oder an der Küste auszuspannen, bevor man zurückfliegt. So auch Anfang April, als ich den letzten Nachmittag zeitunglesend in einem Straßencafé in Santa Cruz de La Palma verbrachte.

Auch wenn La Palma nicht so überlaufen ist wie die größeren der kanatischen Insel, so trifft man doch andere Touristen im Café und kommt ins Gespräch. Nach einiger Zeit setzten sich drei illustre Gestalten zu einem Ehepaar an den Nachbartisch und begannen laut auf Deutsch zu reden. Die drei gehörten offensichtlich zusammen und trugen auffällige Hippiekleidung – eine (nach eigener Aussage) zahnlose Alte und zwei jüngere Männer (Fotos hier, hier und hier), deren Anblick schon Spritismus und Esoterik assoziieren ließ. Ich meinte auch, dass sie mir schon bei einem früheren Aufenthalt in Los Llanos über den Weg gelaufen waren.

Ihr Gespräch am Nebentisch war nicht zu überhören. Das Touristenpaar ließ sich fröhlich beschwatzen und war offensichtlich mangels Meinung nicht recht in der Lage, den Ausführungen über spirituelle Erfahrung etwas entgegenzusetzen. Das ging soweit, dass sie sich von den dreien “analysieren” ließen, was in etwa so ablief, dass sie die Hände hielten, eine Weile die Augen schlossen und gelegentlich dabei kicherten, während sie “das Bild dieser Person empfingen”, das sie dann in Form einer Metapher erzählten. Selbige war mit einiger Menschenkenntnis recht geschickt gewählt, so dass sie auf leicht zu beeindruckende simpel gestrickte Menschen passte, einige allgemeine Sehnsüchte ansprach und das Gefühl vermittlelte, etwas Besonderes zu sein. Es war nicht schwer zu sehen, dass das Ganze geübt war.

Ich machte kein Geheimnis daraus, dass ich zuhörte. Die Zeitung lag beiseite und es gab genug Gelegenheiten, meinerseits zu kichern, teils über den Unsinn, den die drei von sich gaben, teils über die schwachen Reaktionen der Beschwatzten. Ich erwartete, irgendwann herübergebeten zu werden und freute mich darauf, einige Dinge loszuwerden, die mir während des Zuhörens eingefallen waren. Gleichzeitig war ich mir bewusst, dass das auch anstrengend werden würde, denn rationale Argumentation ist eine ziemlich andere Sprache, als da gesprochen wurde. Es gab dermaßen viel einzuwenden, dass ich wohl gezwungen sein würde, jedem Satz in mehreren Punkten zu widersprechen – schwere Voraussetzungen, trotz Uneinigkeit eine angenehme Stimmung zu behalten.

Wie erwartet, sprachen sie mich bald an, sie “spürten meine geistige Nähe” und ob ich ihnen denn nicht Gesellschaft leisten wolle. Ich sagte zu und der Spaß begann. Es lief schnell darauf hinaus, dass wir unsere Lebensphilosophien verglichen und es gab sogar recht viele grundlegende Punkte, denen ich zustimmen konnte, so zum Beispiel, dass Menschen Grundbedürfnisse nach Liebe, Freundschaft und Glück haben. Bei den Schlussfolgerungen daraus, wichen wir aber klar voneinander ab und mehrmals versuchte ich, darzulegen, dass eine Grundannahme, mit der ich mich anfreunden konnte, nicht notwendigerweise die Konsequenz haben muss, die diese Gruppe vertrat.

Der Zweifel beispielsweise, die Grundlage wissenschaftlichen Denkens, führte nach ihrer Aussage automatisch zu Verzweiflung und zu Unglück, was ich selbstverständlich vehement verneinte und erklärte, dass man es sich zu einfach macht, simple Antworten in Form von Übernatürlichem zu suchen. Dass es sehr wohl möglich ist, in permanentem Zweifel zu leben, ohne zu verzweifeln. Dass es im Gegenteil sehr erfüllend sein kann, staunend durchs Leben zu gehen, ohne eine letzte Antwort auf den Sinn des Lebens zu haben.

Wir lachten viel und das Gespräch verlief trotz notwendiger gegenseitiger Unterbrechungen sehr angenehm und unter gegenseitigem Respekt. Sie waren weit genug von dogmatischen Religionen mit personifiziertem Gott entfernt, dass es mir gelang, den spirituellen Überbau in den Hintergrund zu drängen und eine echte Diskussion darüber entstand, wie man ein gutes Leben leben führen kann. Das Touristenpaar hielt sich zurück und der Mann filmte uns. Ich glaube die drei und auch ich waren überrascht, in wie vielen Punkten ich nicht widersprach, sei es die pazifistische, agressionslose und auf Harmonie bedachte Lebensweise oder dass wir alle Teil der Menschengemeinschaft sind, die irgendwie gemeinsam über Runden kommen muss. Auch dass in der Welt, wie sie heute organisiert ist, viel Leid herrscht und allerlei schief läuft und dass viele Menschen mit dem Individualismus und Fehlen an höherem Sinn schwer zurecht kommen und unglücklich sind, ist unbestreitbar. Wiederum argumentierte ich, dass eine völlig weltliche Sicht der Dinge ausreicht, das zu erkennen und seinen eigenen Weg zu finden, damit zu leben und nicht zu verzweifeln.

Der Gemeinschaftsgedanke der Gruppe ging soweit, dass sie nicht von sich sprachen, sondern immerzu “wir” anstatt “ich” sagten. Sie wollten auch gerne, dass man sie im Plural anredet, was ich verweigerte, wenn ich mit einem einzelnen sprach und nicht die Gruppe meinte. In den eher unverbindlichen Teilen des über zwei Stunden langen Gesprächs erfuhr ich, dass wie erwartet eine Verbindung zu Indien besteht, wo sie lange gelebt haben und auch schlechte Erfahrungen gemacht haben, so dass sie jetzt auf einem eigenen kleinen Anwesen dort am Rande Europas ihr Aussteigerleben führen. Ich erwähnte auch meinen kurzen Indienaufenthalt und dass ich in Schweden wohne, worauf der jüngste der Gruppe sich als Norweger zu erkennen gab und freudig ein paar Sätze auf Schwedisch mit mir wechselte. Nachdem sie erfuhren, dass ich Astronomie betreibe hielten sie sich auch mit Aussagen über das Universum zurück.

Gesungen wurde auch, und zwar laut und garnicht schlecht. Ein hawaiianisches Lied, wenn ich mich recht erinnere, das uns aber auch nicht viel mehr Aufmerksamkeit bescherte als wir durch die lebhafte Diskussion eh schon hatten.

Natürlich kamen wir nicht zu einem gemeinsamen Endergebnis und keiner hat den anderen überzeugt. Trotzdem mochte ich diese Leute, denn sie verkörpern wohl eine der am wenigsten gefährlichen Formen von Religion und wollen keinem etwas zuleide tun. Zumindest solange nicht mehr dahinter steckt als sie preisgaben. Zum freundlichen Abschied gaben sie mir ihre Visitenkarte und darauf stand groß: Das Wunder von La Palma. Auf mein Lachen hin erklärten sie, dass die Alte selbst dieses Wunder sei. Das war übrigens ein wichtiger Aspekt, der das Gespräch angenehm machte: ich lachte unverhohlen über einige ihrer Aussagen, ohne dass sie böse wurden, und sie wiederum lachten, als ich felsenfest behauptete, dass es keine unsterbliche Seele oder etwas nach dem Tod gibt.

Die Webseite http://das-wunder-von-la-palma.com/ ist mittlerweile nicht mehr erreichbar, aber es gab dort auch nicht viel mehr als die Aussage “Wir leben so vollkommen im hier und jetzt, dass jede Website sofort veraltet.” und eine Email-Adresse. Darüber, dass Erfahrungen den Menschen prägen und ausmachen, waren wir uns auch völlig einig und dieser Nachmittag war zweifelsohne eine stimulierende und gute Erfahrung. :-)

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  1. Hallo! Ich war letzte Woche auf La Palma um meine Schwester zu suchen, die seit JAnuar in der Welt unterwegs ist. Hab sie gefunden und das “Wunder von LA Palma” auch! Sie lebt nämlich bei ihnen…
    Würde gern Kontakt zu Leuten aufnehmen, die diese Gruppe evtl. auch kennen oder von Ihr gehört haben…

    Würd mich freuen wenn ihr mir schreibt! alicantina@gmx.net

  2. Ich bin die Schwester (Jg 1939) von Hanna Magdalena Boeschenstein, von der ich nicht weiss, wie sie sich heute nennt. Wenn Du, liebe Julia, Näheres darüber wissen möchtest, wie meine Schwester zu dem wurde, was sie heute zu sein glaubt, kannst Du gerne Kontakt mit mir aufnehmen. Deiner Schwester geht es im “Paradieschen” sicher nicht schlecht, vielleicht gehört genau dieser Aufenthalt dort zu ihren Lebenserfahrungen, die sie hoffentlich ihrer eigenen realen Lebensaufgabe etwas näher bringen wird.
    Ich grüsse Dich herzlich
    Barbara

  3. hallo…

    Das hat mich ziemlich gefreut im netz ein kleinen Erfahrungsbericht mit dem Wunder von LaPalma zu lesen.
    Habe selbst auch einige Zeit mit dem Wunder gelebt, kann nur sagen” es waren die intesievsten tage und momente die mich enorm bereichert haben. Doch auch nur wenn Mensch willens ist an allen Glaubensaetzen oder besser an allem los zu lassen….
    Ist wahrlich Wunderbar….

    Danke fuers teilen

  4. PUK: Hast du überhaupt gelesen, was ich oben geschrieben habe? :D

  5. ja klar,
    wie kommst Ihr darauf?

  6. Na weil ich oben diese Gruppe doch eher skeptisch beschreibe während du begeistert zu sein scheinst. Aus deinem Kommentar konnte man nicht ersehen, dass dir dieser Widerspruch bewusst war. :)

  7. ja, deine skeptik is ja unuebersehbar. Dennoch scheints ein Erlebnis gewesen zu sein, sonst wuerdest du es wahrscheinlich nicht so schoen und ausfuerlich ins netz stellen, oder? und mich freut es einfach, auch deine zweifel. Na dann mall freudige Skepsis und viel spass mit weiteren Analysen, freue mich mehr von dir zu lesen…..

    ciao

  8. Frage: Was ist denn nun das “Wunder” dabei?

    Anscheinend leben dort Menschen ein Gemeinschaftserlebnis mit viel Entspannung und ohne Stress und in Harmonie. Und das es charismatische Menschen gibt, ist auch bekannt. Wenn sie sich dort wohlfühlen und niemanden stören oder schaden – bitte schön. Ich kann mir schon vorstellen, dass man sich dort in der Atmosphäre sehr wohl fühlen kann. Nur wäre mir dort wohl nach einigen Tagen langweilig und im übrigen müsste ich mir beim Gerede über übernatürliches mit viel Humor nehmen.

    Nur bleibt die Frage: Was ist denn nun das “Wunder” dabei?

  9. das würde mich jetzt auch interessieren wo nun das wunder ist
    liebe grüße karin

  10. Es gibt kein Wunder im eigentlichen Sinn des Wortes. Die alte Frau selbst “ist das Wunder”, d.h. sie lässt sich so nennen. Das trägt wohl zum Mystizismus des Ganzen bei.

    Tom: Das mit dem “niemandem schaden” ist ein guter, aber schwieriger Punkt. Diese Gruppe wäre nicht die erste, die sich verstellt, um neue “Opfer” zu ködern, und bei der sich totalitäre Züge hinter der transzendenten Fassade verbergen. Ich will den Leuten nichts unterstellen, aber es hat mich aufgrund obigen Artikels schon einmal ein Mann kontaktiert, dem Frau, Kind und Geld abhanden gekommen sind, weil diese nach einem Treffen mit den Leuten “konvertiert” wurde und zu denen gezogen ist.

  11. Danke für deine Antwort,ein Freund von mir ist gerade dort, doch ich kann leider keinen Kontakt mit ihm aufnehmen, ich hoffe einfach daß ich Ihn irgendwann wieder sehen werde.

  12. @Thomas: Genau deshalb habe ich ja auch folgendermaßen formuliert: “Wenn sie sich dort wohlfühlen und niemanden stören oder schaden” Genau so meinte ich es auch.
    Glaube ist theoretisch ja nichts schlechtes, das Problem ist nur, dass er Menschen kontrollierbar, manipulierbar und – am schlimmsten – fanatisierbar macht. Daher bin ich in der Praxis ja auch ein Gegner jeder Form von “organisiertem” Glauben. Egal, wie idealistisch der Anfang einer Glaubensgemeinschaft sein mag, irgendwann wird zwangsläufig jemand den Glauben instrumentalisieren. Es gibt in der Geschichte kein Gegenbeispiel

  13. ;-)

    Man muss den drei sehr intensiv miteinander verschlungenen Charakteren der “Engel” – wie man sie liebevoll auf La Palma nennt – schon sehr mental und eigenauthentisch gewachsen sein – zumindest der charismatischen jungen herrlichen Truppe, die der Schreiber des schönen umschreibenden Artikels traf – das kann mitunter auf Dauer natürlich auch sehr anstrengend sein, da sehr intensiv und eingeschwungen. ;-) )

    Nun.

    Natürlich ziehen sie damit den einen oder anderen Inselbesucher oder gar Aussteiger vollends in den Bann – da müssen diese Menschen einfach durch ;-) Am Ende ist jeder für sich selbst verantwortlich – und nimmt ein Stück Erfahrung mit. Auf seinem Lebensweg. Wie auch immer geartet… ;-)

    Ich habe mich persönlich herrlich über den Blog amüsiert und über die drei Bilder gefreut. Die drei werden sich ebenso mächtig über die von ihnen unbeteiligte Verbreitung freuen und ich grüße sie hiermit innig als Bruder der Weltenseele – auf meinem eigenen Weg. Mit einem gemeinsamen hawaiianischen Lied – und dem schlitzohrigen Gruß von Hanoman und dem feurigen tanz Shivas. Denn singen können die wirklich ;-)

    Yvelle von Alzheim
    Menschler und Poethiker

  14. hmm…
    finde es interessant dass ich hier was über die engel lese
    habe drei jahre lang auf la palma gelebt und sie auch so ziehmlich am anfang schon kennengelehrnt
    persöhnlich habe ich eigentlich nur gute erfahrungen gemacht und muss sagen sind jeder einzelne eigentlich recht liebe leute und habe sie auch recht gerne.
    Ich muss gestehen ich durfte durch die begegnungen mit ihnen viel lehrnen und durch sie bin ich auch energieformen begegnet und habe erfahrungen machen dürfen welche mir für meine entwicklung wirklich nützlich waren
    die gruppenform jedenfalls so wie ich sie erlebt habe finde ich jedoch etwas kritisch und wenn ein schwacher geist in die mühle kommt kann er durchaus (ziehmlich warscheinlich) zerrieben werden und mit der gruppe verschmelzen aber es steht mit nicht zu über solche menschen zu urteilen den scharlartane sind sie nicht und sie sind auf alle fälle eine lehrreiche erfahrung und ich bin froh ihnen begegnet zu sein

  15. für mich steht ganz klar fest, dass diese “Bengel” ( die Bezeichnung Engel haben die am wenigsten verdient ) hauptsächlich Ihr Ego pflegen. und es macht mich wütend dass sie sich dreist Engel nennen. Ein Engel würde seine Aufgabe oder sich selbst nie zu erkennen geben . Das ist verschwendete Zeit. Vielleicht leiden die bengel einfach nur an ads…( aufmerksamkeits-defizit syndrom)

  16. Na ja soweit ich es weis haben sie sich auch niemals selber den Namen Engel gegeben, er wurde ihnen angehängt. Sie fühlten sich dadurch geschmeichelt und haben nicht allzuviel dagegen unternommen.
    So wurden sie zu den Engeln und soetwas verbreitet sich schnell.
    Nach nicht allzulanger zeit versuchten sie ihn wieder los zu bekommen
    aber das ist interessierte keinen und so blieben sie ob sie nun wollten oder nicht die Engel. Tja ich glaube den stempel bekommen sie auch nicht wieder so schnell los.

  17. Hey,
    falls du (seitenverfasser) mal wieder auf deine Seite und ihre Kommentare schaust, hätte ich ein dringendes anliegen: Du erwähnst oben im Text etwas von der nichtmehr errichbaren Internet-seite und einer EMAIL ADRESSE!! Ein sehr guter Freund von mir hat sich den “Engeln” angeschlossen. Deine Seite ist schon einige Jahre alt, aber ich würde mich trotzdem riesig darüber freuen wenn du die Mail adresse von denen noch hast!!!!
    Vielen Dank!!

  18. anni: Nein, die Email-Adresse habe ich leider nicht mehr, ich bezweifle auch, dass sie noch aktuell wäre…

  19. Schade! Trotzdem Danke!! vllt. komm ich ja noch irgendwie anderst dran:) ...

    Ciao…

  20. Ich habe ein Haus auf La Palma und verbrachte die letzten 12 Winter dort.
    Folgendes habe ich einem Freund geschrieben:
    Andererseits gibt es auf La Palma tatsächlich eine esoterische Gruppe,genannt “die Engel” ,die ganz in unserer Nähe (Tijarafe arriba) eine ansehnliche
    Villa bewohnen,in bunten,selbst gemachten Kleidern umherziehen und ab und zu zu Singen beginnen ,(nicht mal schlecht,habs mal selbst gehört) .
    Ein paar Mitglieder dieser “Sekte” haben wir kennengelernt,mit Ihnen einen lustigen Abend verbracht im “Las murallas” ,sie auch eingeladen,da sie
    wenig Geld hatten und sie auch noch heimgefahren…..na ja!
    Die Führerin dieser Truppe ist eine (zahnlose) Alte,die in Indien den Seelenfang gut gelernt hat,sie nennt sich “Mutter Erde” oder “das Wunder von La Palma”.(!!)
    ( Die kennen wir aber nicht,und das ist auch gut so..)
    Ein jüngeres Mitglied des engeren Kreises ist der Sohn eines schwedischen Millionärs,er finanziert die Miete für die Villa größtenteils etc.
    Durch eine gute Freundin,die dort seit längerem den Garten pflegt,weiß ich über einige Interna Bescheid:

    Wer nicht mit Geld seinen Beitrag zum Gemeinschaftsleben leistet,muß die “niederen Arbeiten” wie Putzen,Kochen,Waschen,Bügeln,Gartenarbeit etc. verrichten.
    Die Alte führt ein autoritäres Regiment,aber fein verbrämt…z.B. sie bestimmt,wer mit wem ins Bett gehen darf ! (sic!)
    Einmal hab ich eine Tramperin von Puntagorda aus mitgenommen,sie erzählte mir,daß sie ein paar Jahre bei den “Engeln” war,jetzt ausgestiegen sei und
    gar nicht begreifen könne,wie sie sich selber freiwillig in diese Abhängigkeit begeben konnte,und sie fühle sich jetzt von einer Last befreit. Später habe ich dann
    erfahren,daß sie doch wieder zurückgekehrt sei..(Sie sagte auch ,daß es leichter sei,Andere für sich entscheiden zu lassen,als selber Verantwortung zu
    übernehmen!)

    Bienvenido y recuerdos ! Bernardo

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