Telepolis beschäftigt sich mit biblischen Prophezeiungen. Alles Humbug? Ja, in der Tat, es ist jedoch immer wieder interessant, ein paar Beispiele dafür zu bekommen, wie verzweifelt man Wunschdenken zu “belegen” versucht.
Offensichtlich reicht es aus, schon Gläubige zu bestärken. Was aber bräuchte es, um einen Atheisten zu überzeugen? Im Theist’s Guide to Converting Atheists von Ebon Musings werden Kriterien genannt, die auch Skeptiker aufhorchen lassen würden.
- Spezifische, nicht-triviale, nicht selbsterfüllende, nicht beinflussbare Prophezeihungen. Stünde in der Bibel so etwas wie, dass zwei Tage nach der zweitausendundvierten Feier Christi Geburt eine Flut im Osten kommen wird, dann könnte man anfangen, darüber nachzudenken.
- Wissen, das zur Zeit des Schreibens nicht vorhanden war. Sätze wie “Und sehet, eure Energie ist gleich eurer Masse, zwei Mal multipliziert mit der Geschwindigkeit des Lichtes” finden sich aber nicht in der Bibel, obwohl es doch für ein höheres Wesen ein Leichtes sein sollte, etwas zu vermitteln, das zu jener Zeit zwar kryptisch ist, aber später klar würde.
- Wenn Beten und Verdammen etwas bewirken würde. Wenn Städte oder Menschen, die ein Prediger verdammt, ohne erkennbaren Grund (!) in Flammen aufgingen, oder Atheisten reihenweise vom Blitz getroffen würden. Oder auch nur ein messbarer Effekt in einer Doppelblindstudie mit zwei Patientengruppen, wobei für die eine gebetet wird, für die andere nicht – all das wären Beweise, die sich weniger leicht widerlegen ließen. Meines Wissens passiert solches aber nicht. Wir leben in einer rationalen Welt, in der Dinge natürliche Ursachen haben.
- Direkte Manifestation. Wenn Gott mir erscheint und zu mir spricht, dann werde ich konvertieren. Aber bitte so, dass ich sicher sein kann, dass es keine Halluzination ist, also vor Zeugen, die sich nicht in religiöser Verzückung oder sonstwie veränderten Geisteszuständen befinden. Warum gibt es heute keine Stimmen aus Büschen mehr?
Gläubige würden jetzt sicher sagen, ich verlange zu viel. Ich finde eher, dass Religionen zu viel verlangen, nämlich dass man all diese abstrusen Geschichten glaubt, ohne auch nur den geringsten Beweis zu haben.
Schlagworte: Atheismus, Bibel, Gottesbeweis, Lesestoff
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Hallo,
zum Thema Prophezeiungen werfen Sie doch bitte mal einen Blick auf meine bibelkritische Netzseite: http://www.bibelzitate.de/up.html !
Dort finden Sie unerfüllte Prophezeiungen in der Bibel: so hätte z.B. Jesus bereits vor knapp 2000 Jahren, nämlich noch zu Lebzeiten seiner Jünger wiederkehren sollen! Offensichtlich hatte der gute Jesus da aber zu viel versprochen, sofern er denn überhaupt jemals existiert hat.
Jesus ist jedenfalls nicht wiedergekehrt, es gab KEINEN Weltuntergang, sondern dafür 2000 Jahre Christentum!Hier noch ein paar interessante Links:
http://www.bibelkritik.ch
http://www.jesusneverexisted.com
http://www.jesusisbuddha.com
http://www.jesusisbuddha.com/vorwort.html
http://www.radikalkritik.deLiebe Grüße
Nikolai Thoma -
Ich bin ja schon länger Gast bei Dir, aber irgendwie ist mir diese Seite bisher verborgen geblieben! Wie schade!
Ich kann jedes Wort unterschreiben.Noch etwas: @Nikolai Thoma: Du sagst: “Jesus ist jedenfalls nicht wiedergekehrt, es gab KEINEN Weltuntergang, sondern dafür 2000 Jahre Christentum!”
Dazu eine – mit Humor! – gestellte Frage: Kommen denn 2000 Jahre Christentum einem Weltuntergang nicht schon recht nahe? Hat Christus also so gesehen gar nicht zu viel versprochen? -
Ich besitze übrigens dieses schöne Buch hier: http://www.amazon.de/s/ref=nb_ss_w/302-5792401-2003233?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Daps&field-keywords=absage+weltuntergang , welches dem Weltuntergang eine klare Absage erteilt.
Eigentlich wollte ich dieses Buch auch Zeugen Jehowas entgegenhalten, sollten diese einmal bei mir klingeln, aber es kam leider (!) bisher noch nicht dazu.
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