Eine kurze aber starke Szene aus der 70er Jahre Fernsehserie The Ascent of Man. Bronowski führt Auschwitz als Beispiel dafür an, was Menschen im Streben nach absolutem Wissen und mit dogmatischem Denken anrichten. Es ist nicht die Wissenschaft, die den Menschen entmenschlicht und zur Nummer macht. Im Gegenteil erlaubt nur die Abschaffung absoluter Wahrheiten ein dauerhaft vernünftiges Zusammenleben.
Schlagworte: Aufklärung, Video, Weltbild, Wissenschaft
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Dies ist, ich gebe es zu, das anrührendste Plädoyer an die menschliche Vernunft. Cromwells Worte (dem Sinn nach, wie ich es verstanden habe…), die Wissenschaft müsse den Menschen befähigen die Richtigkeit des eigenen Handelns in Frage zu stellen, ist an dem Ort sehr stark.
Allerdings kann ich die Entschuldung der Wissenschaft nicht so stehen lassen, wobei ich nicht Bronowski in seiner Ausführung wiedersprechen wollte – sie ist zu sehr auf die Ereignisse und den Ort auf den er sich bezieht und den Erfahrungen seiner Generation durchdrungen und somit durch mich unwiderlegbar.
Ich kann nur meine Haltung gegenüber der Annahme, die Wissenschaft sei einzig Heilbringend oder die Einzige Bewhrerin vor Unheil, folgendes entgegensetzen: Die Wissenschaft ist, wie alle Bereiche menschlichen Handelns, kein in sich abgeschlossener, ruhender Ort. Wissenschaft wird immer auch durchdrungen, durch gesellschaftliche Strömungen, politischen Willen und letztlich durch den menschlichen Ehrgeiz. Die Wissenschaft unterliegt dem selben Missbrauch wie andere kulturelle Errungenschaften auch.Letztlich gilt und damit komme ich auf das unumstössliche Argument Bronowskis zurück, dem eigenenHandeln immer wieder kritisch gegenüber zu stehen. Allerdings ist in dieser Fragestellung, die Wissenschaft nur ein Hilfsmittel und nicht der Träger persönlicher Verantwortung.
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