Nur kurz zwei Links:
- Ein Interview mit Richard Dawkins (mp3, 63MB) zu seinem neuesten Buch “The God Delusion”
- Eine Rezension eben dieses Buches beim HPD, die ich allerdings zu lesen aufhörte, nachdem ich auf die Aussage stieß, dass es keine Taschenbuchausgabe gäbe. Eben diese wartet in meinem Regal nämlich darauf, endlich gelesen zu werden.
Schlagworte: Atheismus, Audio, Dawkins, Interview, Lesestoff
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hiho
ich kann dir die ganze Lektüre des Artikels allerdings empfehlen, da der Autor in der Folge durchaus differenziert auf die Thesen im Buch eingeht. Herauslesen lässt sich die für den Autor fragwürdigen (weil etwas grob oder undifferenzierten) Stellen. Das allerdings geht in dem generellen Konsens mit den Inhalten des Buches auf, so dass dem Messias des Atheismus und seiner Worte kein Schaden widerfährt.
Ich denke ich werde das Buch auch lesen. Ich interessiere mich für leicht verständliche Formeln. Ich kann das Buch allerdings nur als Positionsbestimmung verstehen und sehe nicht, wo es tatsächlich in irgendeiner Weise auf religiöses Leben einwirken könnte (was ja irgendwie der Anspruch zu sein scheint – so eine Art re-education).Irgendwo in der Rezension steht etwas von einer Zersplitterung der Wirklichkeit, der die Wissenschaftlichkeit entgegenwirken könne. Dawkins sieht sich offensichtlich in dieser Tradition. Tatsächlich erlebe ich ihn bei der Durchsicht der Rezension eher als überheblichen Popanz. Wahrscheinlich sind seine Beispiele und Untersuchungen alle schlüssig, aber wenn der Rezensent schreibt:
"Dawkins erklärt, warum er keineswegs an Konfrontation interessiert ist: Streitgespräche sind selten konstruktiv. Er möchte vielmehr die Religion allgemein kritisieren, weniger bestimmte Gruppen oder Individuen. Bomben werfen, seine Gegner verbrennen oder ihre Wolkenkratzer zerstören möchte er nicht.â€
dann stellt er doch lediglich seine Wirklichkeit in die Reihe vieler anderer Wirklichkeiten und reduziert ihre Bedeutung auf die einer beliebigen Durchhalteparole, die allein nach Innen wirkt. So wie ich die Rezension gelesen habe geht es ihm um Anhängerschaft und nicht um Überzeugung. Nun, das machen Religionen nicht anders.
So oder ähnlich…
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So, ich höre gerade den charismatischen Dawkins im Interview. Ich verstehe seine Kampfschrift nun besser. Sie wendet sich gegen eine Politisierung und die Vergesellschaftlichung des Religiösen.
Er spricht von Respekt der von religiösen Menschen (Wahrhaftigen – sozusagen) eingefordert wird und in einer moralischen Überheblichkeit allen Umstehenden nicht zugemutet wird.
Er spricht von der Beeinflussung von Wissenschaft durch “Tempelton-Foundation” etc.
Seine Zielgruppe ist der intellektuelle, atheistische Amerikaner, dem er eine Stimme und ein Selbstverständnis anbieten will durch sein Buch, damit diese Haltung gegenüber einer ver-BUSH-ten Gesellschaft mit diesen scheinbaren Übereinstimmung in (“pseudo” christlichen) religiösen Inhalten.
Was ich nicht mag ist die Verniedlichung seitens Dawkins gegenüber seinen Kritiker, die nicht unter seinen Fundamentalismusverdacht fallen.
Ich selbst fühle mich da natürlich angesprochen und muss sagen, dass ich immer schon sehr skeptisch gegenüber Menschen, die mir freundschaftlich auf die Schultern klopfen und mir bedeuten, ich solle erst mal in ihr Alter komme um das ganze zu verstehen. Manchmal habe ich den Eindruck er arbeitet mit denselben Projektionen, wie die von ihm Kritisierten.
Andererseits ist der “erweckende” Ansatz des Buches, den Zweifel drücken ein Instrument in die Hand zu geben, der befreiend wirkt ja nicht ganz falsch.So oder ähnlich…
2 Kommentare
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