Tiere sind Dinge, aber Engel gibt es. Genau.
Warum tun sich Menschen – nicht nur Kardinäle, für die es sicher eine Berufsvoraussetzung ist – so schwer damit, sich als Tiere zu sehen? Ich fand das schon immer eine erhellende und gleichzeitig bescheiden machende Einsicht.
Schlagworte: Christentum, Evolution, Katholiken, Wissenschaft
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Der Gute Herr Kardinal Schönborn darf mir dann auch gleich mal erklären, wie Gepeicherte Informationen im Gehirn, die durch einen elektrische impulse dort verankert werden, nach dem Tod, so mir nichts dir nichts durch die Luft in den Himmel aufsteigen können. Seelen WLan oder wie?!
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Ich finde es ohnehin manchmal ein wenig seltsam Tiere als “niedere” Lebewesen abzustempeln. Jedes heute lebende Tier hat eine genauso lange Evolution hinter sich wie ich, also ist es auch genauso “hoch” entwickelt. Nur weil wir als einzige (bekannte)heute lebenden Tiere Sprache und Kultur entwickelt haben sind wir nicht zwingend wichtiger oder einzigartiger als andere Tiere. Fast jede Tierart hat etwas einzigartiges, nur erlauben unsere uns, einen zum Teil krankhaften Stolz auszubilden und seltsame Ideen zu entwickeln, dass das Universum, oderzumindest die Erde nur für uns entstanden bzw. sogar geschaffen wurde.
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Man sollte auch nicht vergessen dass man nach der christlichen Logik auch geistig schwer Behinderte als minderwertig ansehen muss, da diese schließlich geistig weit unter den Tieren stehen. Um die Mißhandlung der Tiere zu rechtfertigen wird dann auf speziezistische Argumente rekurriert. Das widert mich zutiefst an.
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Ich möchte mal eine ganz kontroverse Argumentenkette aufstellen, mit der ich mich schnon länger herumplage.
Atheisten argumentieren, dass der Mensch auch nur ein Tier und damit eigentlich nicht “besser” ist, als die Tiere. Wir unterscheiden uns von allen anderen Tieren durch unsere signifikant höhere Intelligenz und die Sprache, was wiederum in dieser Kombination zur Bildung von Kultur führte.
Natürlich sehen trotzdem auch Atheisten Tiere als niedriger an. Das wird spätestens dann deutlich, wenn die Menschen Tiere benutzen, um in Tierversuchen neue Medikamente zu entwickeln. De facto aktzeptieren wir, dass das tausendfache Leid von Tieren zur Heilung von menschlichen Krankheiten führt. Wir könnten dazu ja Menschen nehmen, wenn wir dem Tier den gleichen Status zubilligen würden, wie den Tieren. Das will natürlich niemand.
Als Unterscheidungsmerkmal nehmen wir also nur die Intelligenz.
Was ist dann aber mit geistig Behinderten, von denen manche noch geringere intellektuelle Fähigkeiten haben, als manche Tiere? Welche Antwort gibt es bei dieser Argumentation? Konsequenterweise müsste man sie auf eine Stufe mit den Tieren stellen, oder?
Ich bin kein Rechter, auch kein Anhänger der Euthanasie, aber in dieser Argumentation fehlt mir die Antwort auf diese Frage. Wenn wir dabei also geistig Behinderte nicht auf eine Stufe mit Tieren stellen wollen, dann zieht umgekehrt das Argument nicht mehr, die Intelligenz wäre das einzige Unterscheidungsmerkmal.
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ich glaube der richtige aussdruck ist humanist.
das der mensch über den tieren steht ist ihm durch seine intelligenz möglich geworden wobei der mensch kein netter kerl ist sondern ein raubtier,das auch nicht davor zurückschreckt millionen von artgenossen zu ermorden,nur um seinen eigenen vorteil zu haben.
es liegt nicht in der natur des menschen nett zu sein und wenn jeder mal ehrlich ist hat man das auch schon tausendmal selbst erlebt.
wenn z.b. einem seine traumfrau von einem anderem weggeschnappt wird könnte man den kerl erwürgen.da kommt die frage auf ob der mensch wirklich Intelligent ist.
ich glaube der mensch ist Intelligent aber das macht ihn nicht zu etwas guten sondern er nutzt nur seinen vorteil aus.
ich selbst bin atheist aber ich bezeichne mich nicht als tier den ich nutze wie jeder andere auch die tiere aus.sich als tier zu bezeichnen würde bedeuten das man das was man mit tieren macht auch mit menschen machen könnte und wer würde das wollen.ich gebrauche die aussage das der mensch nur ein tier ist nur im biologischen sinne. -
zu dem thema behinderte ist es doch so das sie trotz ihrer behinderung im grunde zur selben rasse gehören und die aussage das die intelligenz den menschen vom tier unterscheidet ist auf die gesamte menschheit bezogen und nicht auf den einzelnen sonst müsste man ja auch bei anarchisten, faschisten und religiösen fanatikern eine aussnahme machen.
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sorry habe mich falsch aussgedrück.natürlich gehören behinderte zur menschlichen rasse und nicht im grunde!!!!!!!!!
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@wolfgang: Ich habe nicht die Frage gestellt, ob der Mensch “gut ist”. Ist er nicht, bin voll Deiner Meinung.
Meine Frage ging in folgende Richtung: Wenn wir unsere Intelligenz als Argument für unsere Überlegenheit anführen, wie vereinbaren wir das mit geistig Behinderten, die eben nicht intelligenter sind, als mein Hund (provokant ausgedrückt). Ich sehe da in der Argumentation ein Problem: Entweder definieren wir uns nicht über unsere Intelligenz, oder aber wir sagen, dass wir als Menschen per se über den Tieren stehen. Es ist ein Problem in der Logik der Argumentation, auf das ich hinweise (ohne gleich für Euthanasie einzutreten, es ist eine theoretische Diskussion). -
@tom:ich glaube du hast da einen fehler in deiner logik.wenn du sagst das der mensch intelligent ist dann kannst du nicht einzelne menschen oder bevölkerungsgruppen herausnehmen.ein hund ist ein hund auch wenn er nur 3 beine hat oder einen hirnschaden.
wie ich schon geschrienen habe:sonst müsste man ja auch bei anarchisten, faschisten und religiösen fanatikern eine aussnahme machen.
nur weil einzelne menschen nicht intelligent sind sie doch menschen und das der mensch über den tieren steht bezieht sich auf den durchschnitts IQ. -
@wolfgang: Damit ist es die zweite Variante: Wir sagen, dass der Mensch (warum auch immer, von mir aus wg des Durchschnitts-IQ) per se über den Tieren steht.
Es geht also nicht um die Intelligenz, sondern einfach nur darum, dass wir über den Tieren stehen. Punkt. Das Individuum spielt keine Rolle (merkwürdig , die unserer sonst so individuellen Gesellschaft), jetzt geht es um die Durchschnittsintelligenz. Und als Grund kann man anführen, was man will, egal ob Gottes Willen oder eine Durchschnittsintelligenz der Spezies. -
@ tom:also ich sehe das so:
der mensch unterscheidet sich vom tier durch seine intelligenz.
meine begründung:
wenn man die intelligenz wegnimmt ist der unterschied so gut wie nicht mehr vorhanden.z.b.:
ein hund kann besser riechen,besser hören und schneller rennen.
der hund kann angst spüren,er kann sich freuen und er kann traurig sein.
monogamie und homosexualität gibt es auch im tierreich.
bei affen gibt es fremdgehen und sogar stressbedingte neurosen.
ameisen halten sich blattläuse,sie hegen und pflegen sie,um sie dann zu melken.
die liste ist sehr lang und ist ja auch ein beweis für die evolution.
das EINZIGSTE was der mensch gut kann ist:
auf grund seines gehirns und die tatsache das er von allem etwas kann
kann er sehr gut probleme lösen.diese fähigkeit hat ihn an die spitze der nahrungskette gesetzt.er ist sogar so gut im problem lösen das das lösen von problemen selbst schon ein problem darstellt.
wenn man alles zusammenrechnet kommt man unter dem strich zu folgender gleichung:
intelligenz=problemlösungsfähigkeit
dazu kommt noch das wenn man tiere ausnutzt es für den menschen viel bequemer ist.
die ansicht das der mensch über den tieren steht ist auch eine art von gewissensberuhigung.den alle menschen haben die selbe ethische grundprogrammierung.es ist zwar ok das man aus hunger ein tier tötet aber die betreibung von pelztierfarmen oder legebatterien steht in einem gewissenkonflikt.also begründet man es damit das der mensch über den tieren steht. -
@tom: das individuum spielt keine rolle wenn man von der menschheit redet.
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@wolfgang: sehe ich genauso. Nur wenn man diese These auf die Spitze treibt und konsequent zu Ende denkt, dann unterscheidet einen geistig schwer Behinderten eben nichts von einem Tier, das sogar mehr intellektuelle Fähigkeiten hat, als er. Wenn man ihn nun über das Tier stellt, ist dies auch eine Art Rassismus.
Wie gesagt, es ist eine sehr theoretische Diskussion, die aber, wenn man sie konsequent zu Ende denkt, in einem gewissen Dilemma endet. -
@tom:wenn man es zu ende denkt dann kommt man zu folgender frage:wer oder was ist “normal”und wer hat eine lebensberechtigung und wer nicht?bzw: wer steht über den tieren?
man müsste auch fragen ob nicht die meisten menschen heute behindert sind.denn kaum ein normaler mensch würde in der natur überleben.durch unsere intelligenz sind wir so abhängig von supermärkten das wir anders gar nicht mehr überlebensfähig wären.
einstein war genial aber bei den inuits wäre er wahrscheinlich nicht lange am leben gewesen.
man müsste auch die frage stellen was unterscheidet einen behinderten von einem kranken menschen.ohne die moderne medizin wäre ich schon zweimal in meinem leben gestorben.ich sehe behinderte wie menschen die ihr ganzes leben krank sind aber sie haben die gleich lebensberechtigung wie jemand der nur einen monat im koma liegt.
mann müsste dann auch fragen ob ein mensch der jahre lang im koma liegt
über den tieren steht.
und es geht noch weiter denn nach der gleichung:
intelligenz=problemlösungsfähigkeit
wäre auch ein körperbehinderter mensch nicht in der lage sich über die tiere zu stellen (je nach behinderung).
es wird immer eine art rassismus gegen die tiere geben den die alternative wäre das wir in frieden mit den tieren leben und da würde ein löwe oder ein bär nicht mitmachen ,sie würden immer versuchen sich an die spitze der narungskette zu setzen.
das mensch und tier in frieden zusammenleben ist eher eine traumvorstellung der zeugen jehovas. -
Entschuldigung,dass ich das hier unterbrechen muss aber diese debatte ist echt gut.Ich bin fest davon überzeugt,dass wir technisch gesehen über den tieren stehen,denn ich seh die Sache wie Wolfgang die Menschheit ist einfach höher wir stehen einfach an der spitze der nahrungskette.Wir dürfen uns nicht individuell betrachten,denn die menschheit ist stark geworden weil sie eine Gemeinschaft war.In einem fairen Kampf wären wir den Tieren unterlegen,aber trotzdem haben wir es geschafft uns bis jetzt und eventuell bis später fortzuentwickeln und zu überleben.Es gab früher noch viel schlimmere Raubtiere als Löwen und ein einziger Mensch wäre nie in der lage gewesen, auch wenn er noch so schlau gewesen, wäre damals in der steinzeit zu übreleben.Nein, aber durch unsere intelligenz und durch unser soziales denken und natürlich durch unsere sprache haben wir vieles erreicht ,aber wie gesagt ein Mensch wäre nie im stande gewesen es alleine zu schaffen.Ich denke auch nicht,dass wir Gott spielen sollten aber der Mensch gehört zum kreislauf der Natur und steht eben an oberster Stelle also praktisch gesehn über dem Tier, nur darf man ,,über” dem Tier nicht falsch verstehen.Und schaut euch mal die Wölfe an z.B. das Alphamännchen hat mit dem Alphaweibchen Junges nun kommt ein andere Wolf,besiegt das Alphamännchen und wird zum neuen Leitwolf.Anschließend tötet er die Jungen des Vorgängers weil er nun über dem anderen steht.Was ich damit sagen will ist,dass dieses Prinzip auch in der Natur herrscht.Der der höher steht herrscht über andere und seine Jungen sind praktisch ,,besser” und stärker als die des Vorgängers
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@Julian: Niemand bestreitet, dass der Mensch nur im “Rudel” stark ist. Aber wir sind nicht stark geworden, weil wir die “schwachen” (sprich Behinderten) mitgenommen haben, sondern trotzdem . Für die Gemeinschaft taten sie auch in evolutionärer Hinsicht nichts, waren aber ein Maul mehr, das gestopft werden wollte. Das war für die Urmenschen ein echtes Problem. Wusstest Du, dass viele Naturvölker behinderte Kinder nach der Geburt aussetzen und sich selbst überlassen? Auch die Wikinger taten das noch. (Nur für alle Fälle: ich bin kein Anhänger der Euthanasie, die Diskussion ist natürlich etwas akademisch)
Und wenn Du sagst, dass der Mensch im fairen Kampf den Tieren unterlegen wäre, stimmt das nicht. Es war ja ein fairer Kampf. Der Mensch ist – genau wie der Wolf – nur im Rudel überlebensfähig. Ein einzelner Wolf hätte, genau wie ein einzelner Mensch, auch ernsthafte Probleme…
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Ich wollte nur mit meinem Kommentar ausdrücken,dass man Menschen nicht individuell betrachten sollte so wie du es getan hast mit dem Behinderten,sondern als ganzes und dann kann man nicht die Behinderten rausziehen und sagen die müssten nach dieser Argumentation unter dem Tier stehen.Ich denke so kann man das nicht machen weil wir eben eine Gemeinschaft sind und in einer sozialen Gemeinschaft gibt es einfach keine Individualisten-ganz einfach.Behinderten gehören zu der ,,Rasse” (versteh das jetzt bitte nicht falsch)Mensch und damit stehen sie über den Tieren
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Ich habe am 10.4. einfach nur mal eine provokante Argumentationskette aufgebaut und wollte dazu Meinungen hören.
Ich bin ja nicht für Euthanasie, aber wenn wir uns über unsere Intelligenz als Menschen definieren, dann gibt es eben einen Widerspruch. Ich perönlich glaube nicht, dass wir “über” den Tieren stehen. Wir sind auch Tiere, nur eben intelligenter. Dafür können andere eben schneller laufen. -
@tom:siehste das wusste ich.ich habe extra das über in anführungszeichen gemacht weil du da zu viel reininterpretierst.Ich meine ich das wir besser sind sonder in der Nahrungskette ÜBER den tieren sind
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was ich sagen wollte ist:ich meine NICHT,dass wir besser sind sondern einfach nur ÜBER dem tier in der Nahrungskette stehen
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@Julian: Stimmt so nicht. Wenn Du mal einem Bären im Wald begegnest, dann wirst Du in der Nahrungskette recht weit unten sein…
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Was habe ich denn in meinen anderen Kommentaren geschildert.Der Mensch(=Die Menschheit) steht ganz oben.Das habe ich die ganze zeit gesagt!alleine hätte ich keine chance deshalb zählt ja die gemeinschaft für mich und nicht einzelne Personen!Verstehst du jetzt was ich mit meinen Kommentaren schildern wollte!?
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