Ich finde es schön, dass meine alte Heimatstadt Aschaffenburg häufig im Zusammenhang mit Religionskritik auftaucht. Zuletzt war da das eifrig berichtete und viel diskutierte Kinderbuch “Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel”
Einen kleinen Blick hinein werfen kann man in der Bildergalerie der SZ, deren Bildunterschriften auch gleichzeitig zeigen, wie schnell der Versuch, Kinder religiösen Autoritäten gegenüber skeptisch zu stimmen, als Hetze verunglimpft wird.
Mehr Info und eine Unterschriftenliste gegen die beantragte Indizierung des Buches gibt es auf ferkelbuch.de. Das Buch findet man natürlich in Buchhandlungen, man kann es aber auch direkt beim Verlag bestellen, ebenso bei den üblichen Internetversendern wie Amazon, wo es sogar auf Platz 5 der Bestsellerliste steht. Der Medienrummel scheint sich auszuzahlen.
Nachtrag 6. März 2008: Der Indizierungsantrag wurde abgeleht. Sehr schön.
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man könnte darüber lachen wenn es nicht zum weinen wäre.
der versuch dieses aufklärende buch zu verbieten ist leider nur die spitze des eisberges.die zensur hier in deutschland ist sehr umfangreich und die medien ignorieren dieses tema absichtlich. RTL berichtet lieber darüber
das der “bohlen” einen furtz bei “dsds” gelassen hat als darüber zu berichten
das der “edmund stoiber” ein kinderbuch von “janosch” zensieren wollte.
aber was soll man von einem sender auch anderes erwarten der die musik-gruppe “oomph” wegen ihres song “gott ist ein popstar”von der echo verleihung ausläd.und nicht nur RTL sondern auch die meisten radio-sender
beteiligen sich an der zensur.auch ARD,ZDF,SAT1 und alle anderen beteiligen sich.berichte über einen (deutschen) schulleiter der “harry potter”wegen der kritik religiöser eltern aus dem unterricht verbant hat werden wenn überhaupt nur am rande behandelt.und die tatsache das die indizierung
des “ferkelbuches” von der “ursula von der leyen”beantragt wurde sollte auch wissen das die”ursula”auch schirmherrin des evangelische Jugendfestival Christival ist.ein Seminar mit dem Titel “Homosexualität verstehen – Chance zur Veränderung”ist teil dieses festivals.und zu allem überfluss steckt die “ursula” noch 250000 eur steuergelder in die ärsche dieser intolleranten christen.
und von so etwas werden wir regiert!!!!!!!!
aber die zensur von filmen ist noch viel umfangreicher.wer sich schon mal
gefragt hat warum es so wenige gute deutsche kinofilme gibt der muss wissen das die meisten filme hier in diesem unserem lande nur staatliche gelder bekommt wenn sein drehbuch die zustimmung von kirchenvertretern
bekommt.cool oder? -
@wolfgang
Einiges von dem, was Du hier erzählst, wusste ich, anderes nicht. Schockierend. So viel zur Trennung von Kirche und Staat.
Dazu eine Frage an alle: Gibt es hier Juristen? Wenn man die von Wolfgang genannten Vorgänge (und weitere ähnliche) nimmt, dann muss doch etwas dabei sein, was sich als Musterklage gegen Diskriminierung (von Atheisten) eignet. So eine Klage bis zum europäischen Gerichtshof durchgekämpft, könnte vielleicht etwas bewegen…
Was meint Ihr? -
ich bin leider nur handwerksmeister kein jurist.aber wenn man mal die kriterien der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien durchliest
kommt man eigentlich zu dem schluss das die bibel fast alle kriterien erfüllt.
wie wäre es mit einem antrag zur indizierung der bibel?
leider hat der oberste gerichtshof schon entschieden das deutschland ein christliches land ist.(das zum thema religionsfreiheit) -
ich denke, es ist ok, dass man Deutschland als christliches Land bezeichnet, denn erstens leben hier mehrheitlich Christen (ist nun mal Fakt), zweitens sehen viele in dem Begriff “christlich” ja auch ein Stück weit ihre europäische Kultur. Wichtiger ist mir, dass die Religionsfreiheit (und damit auch die Freiheit, an nichts zu glauben), gesetzlich geschützt sind.
Dass man die Bibel eigentlich indizieren müsste, ist wohl allen Atheisten klar, das wird aber reaistisch gesehen nicht zu machen sein. Darum ja auch meine Frage: Kann man den einen oder anderen von Wolfgang genannten Vorgang vor dem Hintergrund des neuen Antidiskriminierungsgesetzes vor Gericht bringen, um eine Lanze für den Atheismus zu brechen? -
das mit der bibel wollte ich halt auch mal schreiben :=)
das deutschland und europa aus einer christlichen kultur hervorgegangen sind ist klar. aber die aussage eines “gerichtshof”das deutschland ein christliches land sei ist wohl ewas anderes als wen es ein bürger sagt.
damit ist die religionsfreiheit ja schon beschnitten und noch schlimmer denn die aussage setzt die kultur schon für die zukunft fest. und manche politiker blasen ins selbe horn mit ihrer aussage der “deutschen leitkultur”.
denn die kultur bildet sich aus den menschen die in einem land leben und sollte nicht durch gerichte oder politiker festgelegt werden.wir haben hier in deutschland min. 7 millionen türken plus andere einwanderer (nicht falsch verstehen ich sehe den dönerladen an der ecke als kulturelle bereicherung) und unsere regierung verlang von diesen einwanderern die “freiheit und toleranz”die wir hier haben zu respektieren (ist ja auch richtig ).aber mit solchen sachen wie die “kopftuch-debatte”zeigen die regierung und auch die gerichte was sie von freiheit und toleranz halten.
und ob das antidiskriminierungsgesetzes was bringt weiß ich nicht da sich die christen wenn man sie kritisiert ja immer als minderheit darstellen.
und ich glaube eher das das antidiskriminierungsgesetzes die unantastbarkeit der kirche noch verstärken könnte.die trennung von kirche und staat ist doch eher ein wunschglaube von uns atheisten als eine realität hier in deutschland.wenn man sich mal anschaut wieviele gelder in die verschiedensten chritlichen einrichtungen fliesen! ganz zu schweigen von den steuervergünstigungen. und die kirchen besitzen so viel politische macht das ich nicht glaube das es in zukunft wirklich grosse veränderungen geben wird.aber es heist ja das die hoffnug zuletzt stirbt. -
ganz vergessen, das mal zu kommentieren! Die Ablehnung des Verbotsantrages ist ein wichtiger Beitrag zur Meinungs- und Glaubenfreiheit in Deutschland. Denn es erlaubt eben ausdrücklich, nicht zu glauben!
Der nächste Schritt wäre nun die Abschaffung des Straftatbestandes der “Gotteslästerung”! (Man wird doch noch mal träumen dürfen…) -
Was die Bibel betrifft, so ist sie doch eine Mischung aus Krimi, Porno und Science Fiction!
Und Deutschland ein christliches Land? Die Mehrheit Christen? Zumindest im Osten ist dies schon mal nicht der Fall! Da sind doch Kirchenmitglieder in der Minderheit!
Und im Westen geht doch auch nur eine Minderheit öfters oder regelmäßig in die Kirche. Die meisten betreten solch ein Gebäude doch nur bei Hochzeiten, Taufen, Kommunionen oder Konfirmationen, oder bei Beerdigungen! Sie gehen dann aus Anstand mit.
Die meisten treten doch nur deshalb nicht aus der Kirche aus, weil sie sowohl soziale Ausgrenzung durch ihr spießiges Umfeld (häufig sogar in der eigenen Verwandtschaft) als auch berufliche Nachteile befürchten. Schließlich kann ja jeder Arbeitgeber anhand der Lohnsteuerkarte erkennen wer in welcher oder keiner Kirche ist! Deshalb zahlen sie lieber brav ihre Kirchensteuer!
Wer bei den Kirchen oder deren Institutionen (z.B. Caritas oder Diakonie) beschäftigt ist, kann es sich sowieso nicht leisten aus der Kirche auszutreten, denn dies würde ja zwangsläufig den Jobverlust mit sich führen. Und Arbeitslose, die ja sowieso keine Kirchensteuer zahlen, bleiben doch deshalb in der Kirche, weil sie sich die Möglichkeit offenhaltten wollen,
eventuell auch einen Job bei der Kirche oder einer kirchlichen Institution zu finden. Und HartzIV-Opfer können es sich doch finanziell garnicht leisten aus der Kirche auszutreten, da dies mit Gebühren verbunden ist!
Und was das kleine Ferkel betrifft: obwohl nur eine Minderkeit wirklich gläubig ist, die anderen sich lediglich ngezwungen sehen, einen diesbezüglichen Anschein zu erwecken, werden doch gerade Kinder von frühester Jugend an einer permanenten religiösen Beeinflussung ausgesetzt. Diese beginnt nicht erst im Religionsunterricht an den Schulen, sondern bereits in den Kindergärten. Und z.B. bei einer Kindergärtnerin, bei der man anhand der Lohnsteuerkarte ersehen kann, daß sie nicht Kirchenmitglied ist, wird doch ein der Regel erstmal davon ausgegangen, daß sie die Kinder zu einer religionskritische Haltung animiert, sich dabei sogar des kleinen Ferkels bedient. Sie wird dann erstmal mit Argusaugen beobachtet. Und man wird vielleicht sogar von ihr verlangen, sich Kinderbüchern mit biblischen Inhalt zu bedienen.
Gerade was den Gotteslästerungsparagraphen betrifft zeigt sich doch wie einseitig die Justiz diesbeüglich ausgerichtet ist. Wenn jemand den Christengott verunglimpft, so kann er von irgendeinem gläubigen Christe angezeigt werden und hat dann ein Verfahren wegen ” Gotteslästerung” am Hals. Doch wie sieht es z.B. aus wenn jemand Wotan oder Odin verunglimpft, daraufhin irgendein Anhänger von Asatru oder einer anderen germanisch-neuheidnischen Bewegung Anzeige erstattet? Dann geschieht nichts. Oder dann wird der Anzeigenerstatter sogar einem Psychiater zwangsvorgeführt. Und was ist mit einem Pastor oder Pfarrer, der von der Kanzel gegen Satan wettert? Was ist, wenn nun ein praktizierender Satanist gegen ihn Anzeige wegen “Satanslästerung” erstattet?
Wo bleibt da die Gleichbehandlung der Religionen? -
@Hartmut:
Wäre schön, wenn Du recht hättest. Du solltest zum Thema, wieviele Christen gibts in Deutschland mal die Diskussion hier lesen, in der es um das Thema geht. Du kannst keinen Bezug zur Kirchenmitgliedschaft und dem Glauben herstellen. Viele Gläubie treten aus, weil sie sich zB von den Kirchen nicht repräsentiert fühlen, aber trotzdem an ihren Gott glauben. Viele, die austreten, tun dies auch aus finanziellen Gründen, ohne sich deshalb von ihrem Glauben zu lösen. Umgekehrt bin ich immer noch in der Kirche, obwohl ich Atheist bin. Ich bin nur noch drin, weil ich zu faul bin, auszutreten, denn ich lebe im Ausland und zahle daher auch keine Kirchensteuer. Die Diskussion zu dem Thema in dem anderen Forum wirst Du bestimmt interessant finden.Zum Thema Kleines Ferkel und zur Gotteslästerung bin ich voll Deiner Meinung.

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