Über “Atheist und gut”

Das Motto dieser Seite, in Anlehnung an Klaus Wowereit, ist

“Ich bin Atheist – und das ist auch gut so.”

oder in Kurzform “Atheist und gut”.

Erleben Religionen eine Renaissance? In der öffentlichen Diskussion und in den Medien ist dies der Fall, man denke nur an den Karikaturenstreit. Ein Großteil der Weltbevölkerung glaubt in irgendeiner Form an “Gott” und wir Atheisten sind in der Minderheit. Wie kann das sein? Die Aufklärung liegt 300 Jahre zurück und Religionen sollten längst ausgestorben sein. Warum das nicht so ist und welch schlechten Dienst sich die Menscheit damit erweist, das sollen die Themen auf “Atheist und gut” sein. Nebenbei wird es sich kaum vermeiden lassen, auf die unfreiwillige Lächerlichkeit vieler religiöser Äußerungen hinzuweisen.

Neue philosophische Erkenntnisse werden dabei kaum entstehen, denn es wurde schon sehr viel schlaues gesagt. Trotzdem halte ich es für wichtig, dass Atheisten sichtbar werden und für ihre Interessen eintreten. “Atheist und gut” soll mein Beitrag dazu sein und ich hoffe, dass sich alles weitere aus den einzelnen Beiträgen erschließt, die chonologisch im Archiv oder über ihre Schlagworte (Neudeutsch: Tags) durchstöbert werden können.

Feedback und Kommentare zu den Artikeln sind willkommen, auch und gerade von Leuten, die nicht mit mir einer Meinung sind. Da das Thema Religion aber leider recht selten entspannt diskutiert wird, behalte ich mir die Moderation der Diskussionen vor. Außerdem muss der jeweils erste Kommentar einer Person von mir händisch freigegeben werden; es kann also ein wenig dauern, bis er erscheint.

Zur Person

Mein Name ist Thomas Marquart, ich komme aus Süddeutschland und lebe seit 6 Jahren in Schweden. In der ländlich geprägten Gegend, in der ich aufgewachsen bin, gehörte Kirche (die katholische) von Anfang an dazu. So richtig begeistern konnte ich mich aber nie dafür und irgendwann, als Teenager, weigerte ich mich, weiterhin mit in die Kirche zu gehen. Nachdem mich alles Religiöse lange Zeit wenig gekümmert hat und ich in Ruhe Physik studierte, kommt es seit einiger Zeit immer häufiger vor, dass ich mich an Religion störe – sei es an ihrer organisierten Form wie Kirchen, oder an den Lehren an sich.

Diese Seite ist nicht mein einziger Blog, sondern es gibt außerdem

  • thomasmarquart.net, wo sich mein Fotoarchiv findet und ich meine ersten Blogerfahrungen gesammelt habe.

    Weiterverwendung der Texte

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    Technisches

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  1. Achso…
    Mit dem Unterrichten geb ich dir recht….und wenn das dann auchnoch fanatische christen machen, kann ich mir denken woraus der unterricht zu 99% besteht…Warscheinlich geht’s darum, den Kindern zu erzählen, dass die Evolutionstheorie falsch ist und Gott uns geschaffen hat…alle Menschen die nicht genauso denken schlecht sind…U.S.W
    Naja ich bin echt froh, dass ich hier lebe und nicht in Amerika

  2. Hallo an euch.
    Ich habe hier ein TV Tipp.
    Auf RTL 2 kommt am Sonntag den 11.5.08 um 19:00 Welt der Wunder.
    Mit dem Thema: Warum wir nicht mehr Glauben.

    Ich wünsche euch ein schönes langes Wochenende.
    GLG Daniel

  3. Dann noch ein Filmtipp für den Montag 12.5.08 um 20:15
    Das kommt auf Tele 5

    Die unbarmherzigen Schwestern / The Magdalene Sisters von Peter Mullan

    [Editiert von Thomas; Bitte keine fremden Texte in Kommentare einfügen, sondern ggf. einen Link setzen.]

  4. Die Menschen behaupten Intelligenz zu besitzen, nur stehen Glaube und Intelligenz bzw. Vernunft überhaupt nicht im Einklang. Ich verstehe noch, dass die Menschen versucht haben, ihre Götter zu besänftigen, als ihnen die Zusammenhänge der Natur nicht bekannt waren, aber jetzt es doch irgendwie geklärt. Die Triebkräfte der Religionen sind Angst, das Bedürfnis, nach den gesellschaftlichen Vorstellungen ein guter Mensch zu sein und das Bedürnis eines Gemeinschaftsgefühl. Ich will hier nicht mal erwähnen, ob es einen Gott gibt oder nicht, den die Frage stelle ich mir selbst gar nicht mehr. Bin schon aus dieser Phase raus und habe mich weiter entwickelt. Die Frage ist eher, was man mit den Gläubigen machen soll – sie wurden schließlich einer massiven Gehirnwäsche von ihren Eltern unterzogen und einem Menschen kann man all den möglichen Schwachsinn anerziehen, hauptsache, man fängt früh genug damit an.
    Religionen sind ein gutes Mittel der Kontrolle über der Bevölkerung. Nicht umsonst haben Herrscher ihre Religion unter dem eroberten Volk verbreitet und diese wurde dann an die nachfolgenden Generationen weitergegeben. Und so steht bei vielen Menschen heutzutage die Religion immer noch über der Vernunft.

  5. Top Seite. Habe lange danach suchen müssen

  6. @Daniel: Ich bedauere die Haltung deines Dorfes sehr so wie du sie schilderst. Doch ich denke du solltest offen damit umgehen. Sprich mit Vertrauenspersonen über deine Zweifel am Glauben. Ich bin selbst Christ und auch ich habe Zweifel. Auch mir erscheinen einige Dinge kurious oder unverständlich. Ich spreche dann mit vertrauten Christen aus meiner Gemeinde darüber. Manches läßt sich klären, manches bleibt bestehen. Aber jedenfalls teile ich solche Gedanken und fresse sie nicht in mich hinein.

    Ich habe mich vor ein paar Jahren aus dem Atheismus bekehrt, mir ist der Glauben also nicht “anerzogen” worden. Ich kam mit vielen vielen Fragen in die Kirche. Aber die Christen haben mich ernst genommen auch als atheistischen Querulanten, der ich war. Und ich würde mir wünschen, dass immer mehr Christen so mit Atheisten umgehen…sie ernst nehmen und nicht verlachen oder ausstoßen. Gott liebt die Atheisten.

    Ich würde versuchen mit dem Pfarrer oder anderen Vertrauenspersonen/Freunden zu reden und ihnen klarmachen, was du denkst…ruhig mit allen deinen Zweifeln und Ängsten ausgegrenzt zu werden. Vielleicht gibt’s bei euch auch spezielle Seelsorger. Dann wirst du ja sehen, was die Menschen sagen, denen du vertraust. Die werden dich hoffentlich ernst nehmen und nach einer Lösung suchen. Manchmal malt man sich die Welt allein im Kämmerlein schlimmer aus als es dann in Wirklichkeit ist.

  7. @Christian
    Wenn das Dorf von Daniel, so wie ich es verstanden habe, streng katholisch ist, dann greifen Deine Ratschläge nicht. Der katholische Glaube ist intolerant und nicht offen für solche Diskussionen (vor allem in einem stramm und streng katholischen Umfeld, wie diesem Dorf). Im übrigen habe ich Daniel so verstanden, dass er nicht bloß zweifelt, sondern “echter” Atheist ist. Da helfen dann aber Gespräche mit dem Pfarrer über “einige” Zweifel, Kuriositäten oder unverständliche Dinge nicht weiter.

    Aber ich bin auch neugierig auf Daniels Antwort.

  8. Ein Freund von mir, dem ich über unsere Gespräche hier erzählt habe, hat mir den folgenden Link zugeschickt:

    Richard Dawkins zu Gast bei Johannes B. Kernen im ZDF

    Sehr interessantes Streitgespräch. Ich hab mir das Buch jetzt auch mal besorgt und werd’s demnächst lesen.

  9. @Christian
    Ich sehe es mir grad noch mal an. Danke für den Link. Ich hab es damals aber auch bei der Erstausstrahlung gesehen. Das Problem war in meinen Augen, dass die Diskussion unfair war (unabhängig davon, wer nach wessen Meinung “gewonnen” hat oder die besseren Argumente hatte).

    Er brauchte einen Dolmetscher, durfte aber nicht immer seine Gedanken zu Ende bringen. Wer mal in einer Diskussion auf einen Dolmetscher angewiesen war, der weiß, was das für ein Nachteil ist. Du weißt nicht mal, was er schon übersetzt hat, wenn man Dich unterbricht etc. Außerdem waren 3 Gläubige gegen ihn. Das ist auch keine faire Zusammensetzung einer Diskussionsrunde.

    Allerdings muss ich jetzt, da ich es zum 2. Mal zu Ende gesehen habe, sagen, dass es nicht so sehr seine Diskusionspartner waren, die ihn unterbrachen, sondern Kerner mit seiner (in meinen Augen) schrecklichen Art, zu moderieren (ich mag ihn generell nicht, da er mir zu oft damit negativ aufgefallen ist)

  10. @Chritina
    Hier findest Du die Antworten auf Deine Fragen zum Kirchenaustritt. Lies selbst, aber Du kannst erst austreten, wenn Du 14 Jahre alt bist.
    http://ibka.org/infos/FAQKA.html#f4

  11. @Thomas
    Ich hatte eben eine EMail über einen Beitrag von Christian zur Kirchensteuer bekommen. Daruf wollte ich kurz antworten, auch wenn der Beitrag hier noch gar nicht veröffentlicht ist…

    @Christian
    Ich bin immer bereit, mich eines besseren belehren zu lassen. So gesehen stimmten meine Behauptungen über die Transparenz der Kirchen nicht. OK. Es bleibt aber ein anderer Kritikpunkt: Es wird immer wieder behauptet, die Kirchen wären im sozialen so sehr engagiert. Die Zahlen widerlegen diese Legende: Die bayerische evangelischen Kirche hat lt eigenen Angaben demnach ein Einkommen von 760 Mio Euro, gibt jedoch für Seelsorge und Diakonie nur 33,6 Mio aus. Das sind lächerliche 4,5% des Haushaltes.

    Die Zahlen des Bistums sind weniger gut nachvollziehbar, aber sie sprechen auch eine deutliche Sprache: Seelsorge, soziale Dienste und Kindergärten machen lediglich 18,8% des Haushaltes aus. Wobei man die Kindergärten da eigentlich rausrechnen müsste (aber bei den mangelnden Angaben auf der Seite nicht kann), denn die sind kein sozialer Dienst und bringen ja im übrigen den Kirchen auch Geld durch staatl Unterstützung und Gebühreneinnahmen der Eltern der Kinder. Wäre also interessant, zu erfahren, wie die Zahlen aussähen, wenn man die Kindergärten rausrechnen würde…

  12. Hallo Tom und Christian.
    Ich finde auf der einen Seite offen mit Leuten darüber zu reden ist schon wichtig.
    man sollte sich nicht verstecken.
    Auf der anderen Seite ist es so dass die Leute mich auslachen und es net verstehen können dass ich Atheist bin.
    Die sind dann unter Schock.
    Aber ich merke so langsam dass ich immerhin den Mut habe zu Hause oder in der Verwandtschaft Religionskritik zu machen.
    In manchen Punkten geben mir die Leute recht, aber dann wiederum fühlen die sich wieder verletzt.
    ich will niemanden verletzen mit Religionskritik.
    Aber es ist schon sehr wichtig den Mut Stück für Stück zu finden um Religionskritik zu machen und dass man nicht gläubig ist.

    Ich finde es Klasse dass hier in dieser Seite wir uns gegenseitig helfen.

    Ich habe da noch ein schockierender Fall im Dorf Alsberg.
    Ein junger Mann ist Vater geworden vor 2 Jahren und das Kind ist unehelich auf die Welt gekommen.
    Der Opa hat dann zu seinem Sohn gesagt, dass es unzulässig ist und eine Schande ist unehelich ein Kind zu haben und vor der Ehe Sex zu haben.
    Der Sohn hat vom Vater aus letztes jahr dann geheiratet und drauf bestanden dass das Kind katholisch getauft wird.
    ich finde das nicht gut von diesem Mann der seinen Sohn so einschüchtert hat und es noch tut.
    Ehe und Kinder haben heut zu Tage nicht mehr viel miteinander zu tun.
    Es gibt ganz unterschiedliche Paare die ihr Leben auch unterschiedlich leben.
    Die Religion sollte sich da auch raushalten wie Paare ihr Leben leben.
    Der Religion kann und mus es egal sein ob Pärchen Sex oder kein Sex haben oder Kinder haben die nicht getauft und unehelich sind.
    Zum Glück halten sich die meisten Pärchen nicht an die Religion.
    Dann haben wir noch einen Mann im Dorf 72 jahre.
    Er ist Fan von der Katholischen kirche.
    Er hat für mich wie der andere Mann auch den Gotteswahn.
    Er hat mal zu mir gesagt: Daniel, ich glaube an dich dass du mal die Kirche übernimmst.
    Damit meint er folgendes:
    Krippe am Weihnachten aufbauen.
    In der kirche nach der Heizung gucken.
    Ich habe dann gesagt: Nein, danke!!!
    Er hat dann gesagt: Okay, dann kann man nichts machen.
    Dann hat er es geschafft einen anderen jungen Mann zu überreden dass er küster macht.
    Zum Glück ist Alsberg in diesem Jahr vom Fronleichnam Gottesdienst geschont.
    Auch Christi Himmelfahrt war kein Gottesdienst.
    Pfingsten war ich auch nicht in der Kirche.
    ich merke dass ich den Mut habe so langsam nicht mehr in die Kirche rein zu gehen.
    es mus mir und andere egal sein was die gläubigen über einen vor allem im Dorf denken.
    Ich denke wenn man lange nicht mehr in die Kirche geht, dann gewöhnen sich die Leute ein bisschen daran, wenn einer weg bleibt.
    Meistens ist es im Dorf so:
    Wenn die Leute die regelmäsig in die Kirche gehen mal nicht da sind dann fragen sich die Leute warum desjenige nicht drin ist.
    Nach mir hat zum Glück bisjetzt niemand gefragt warum ich nicht in die Kirche bin.
    Vielleicht hinter mein Rücken.
    Der Katholische Glauben ist intolerant und auch irgendwie total unglaubwürdig.
    Es klingt für die gläubigen hart:
    Die Lehre der katholische Kirche müsste eher heissen:
    Die Lüge der Katholischen Kirche.
    Alle Religionen sind eher Märchen.
    Gottesbeweise müssen da sein, wenn Gott existieren soll.

    Ich find gut dass man sich hier gut unterhalten kann.
    Freue mich wieder von euch zu hören

  13. Hallo Daniel,

    solche verbohrten und diskriminierenden Einstellungen ( Gott hat alle lieb . . . ) zu knacken, braucht schon ein bis zwei Generationen. Ich denke nicht, dass Du es in kurzer Zeit schaffen würdest die Leute zu mehr Toleranz zu bringen, aber Du kannst der nächsten Generation schon mal ein paar Steine wegschaufeln ( steter Tropfen höhlt den Stein ).

  14. @Daniel
    ich kann gar nicht glauben, dass es sowas auch heute noch in Deutschland gibt…

  15. hallo Tom.
    Ich glaube dass in ein paar Jahren auch bei uns im Dorf die Lage besser wird.
    Da wird es mit der Religion nicht mehr so ernst genommen.
    In der Zeit wo mein Vater noch Kind war, war es in Alsberg noch schlimmer.
    Es ist auch sehr wichtig dass von Jahr zu Jahr die Religion abnimmt.
    Wir sind schon auf dem guten Weg.
    Ich finde auch was Christiane gesagt hat dass man der nächsten Generation schon mal ein paar Steine wegschaufeln kann ein sehr wichtiger Satz.
    Die nächste Generation sollte man vor Religion eher warnen und Religionsfrei und glücklich machen

  16. Es hat lange gedauert aber ich bin aus der Kirche ausgetreten. Musste beim Lesen viel schmunzeln. Ich war schon mit 7 Atheist, nur wusste ich davon nichts. Unsere Religionslehrerin versuchte uns Gott näher zu bringen und sie schilderte ihn uns als Mann mit Bart etc. Da wollte ich wissen, ob sie ihn mir zeigen könne. Mhh war wohl ein Fehler.

    Bis zur 4. Klasse musste ich komischerweise desöfteren Ecke stehen und ganze Bibelverse auswendig lernen. Wenn ich sie aufsagen konnte, durfte ich nach Hause gehen.

    Da muss man doch die Bibel hassen lol

  17. Hallo. Freue mich sehr, diese Seite gefunden zu haben und möchte sagen das ich Tom sene Komentare grosartig finde, obwohl ich noch nicht alle gelesen habe. Seine Argumentation ist immer aussagekräftig und es ist
    sehr wichtig, das möglichst viele gebildete Menschen bei solchen Diskusionen teilnehmen, damit wir von religiösen Fanatikern nicht wieder versklavt werden und uns unsere Rechte weggenommen werden.
    Schauen wir uns die derzeitige Weltpolitik an! Unser Leben wird sehr stark
    beeinflußt durch solche Fanatiker ( Gotteskrieger, Kreuzügler, blinde Missionäre usw.) Alle diese Gruppierungen sind nur scharf darauf uns zu
    bekehren, koste was es wolle. Und sogar schließen die Verfeindeten Krieger Feuerpausen um uns “Gottlosen” zu bekämpfen.

    Wenn wir Atheisten uns nicht zusammentun um zu protestieren und uns nicht zur unseren Weltanschauung bekennen,damit die anderen Zweifler sich endlich auch bekennen, dann haben wir alle weniger Aussichten
    auf Erhalt der Freiheiten die für uns von andern Freidenkern und Atheisten erkämpft worden sind.

    Etwas zur meiner Person: Bin selbst aus der moslemischen Kreisen, aber nicht streng Islamisch erzogen, meine Eltern haben selber wenig religiös gelebt, aber trotzdem ist es für sie undenkbar,der Religion sich zu entziehen wegen der angedrohten Straffen.
    Ich habe immer so meine Zweiffel gegenüber dem Glauben gehabt, aber
    wollte mich aus Angst nicht damit beschäftigen.
    In den lezten Jahren (bin 36 J. Alt) habe ich angefangen auch immer öfter
    in der Familie mich zu bekennen. Meine Frau hat Verständniss für mich und wir haben beschlossen unsere 2 Söhne nicht beschneiden zu lassenn, nachdem ich nur zwei Bücher gelesen habe: “Wir brauchen keinen Gott”
    v. Michel Onfray und “Manifest des evolutioneren Humanismus” v. Michael Schmidt-Salomon. Inzwischen bin ich Atheist geworden und muß sagen
    das ich nur zwei Schritte davon entfernt war.
    Also, Leute, heraus mit der Wahrheit!!!

    Mein Vater in Bosnien wird mir dies ganz sicher verzeihen…...hoffe ich.
    Schließlich muß einer einen Anfang machen!

  18. Hallo Leute,
    ich habe mit meinen Eltern eine Diskussion neulich gehabt.
    Ich habe meinen Eltern gesagt, dass wenn ich und meine Freundin mal ein Kind haben sollten es nicht taufen lassen.
    Meine Eltern waren sehr schockiert.
    Aber ich werde es nicht zu lassen dass meinem Kind Gehirnwäsche unterzogen wird.
    Mein Kind soll lernen Dinge zu wissen und das Recht haben frei zu denken wie es möchte.
    Ich würde mir grosse Vorwürfe machen, wenn ich mein Kind Religiös missbrauche.
    Religion ist gefährlich, schädlich, irreführend und fortschrittsfeindlich.
    Religion und Glaube sind 2 verschiedene Paar Schuhe.
    Mein Kirchenaustritt steht kurz bevor.
    Für meine Eltern und die Dorfbewohner würde eine Welt untergehen, wenn ich dann Konfessionslos bin nach dem Austritt.
    Aber es kann doch nicht angehen dass die Religion das Leben schwer macht.
    Es tut sehr gut mit euch darüber zu reden.

  19. Hallo Daniel,
    schön, dass Du wieder da bist! Und viel Erfolg und Stärke bei Deiner “Emanzipation” von der Religion. Vor allem, weil Du viele Widerstände in Deinem Umfeld erleben wirst. Sag doch Deinen Diskussionspartnern einfach, dass Du Deinem zukünftigen Kind die Entscheidung, ob es getauft werden möchte, selbst überlassen willst. Mit 14 ist man in Deutschland gesetzlich Religionsmündig, dh, das Kind kann selbst über seine Religion entscheiden. Und wenn es möchte, kann es sich ja dann taufen lassen. Konsequenterweise solltest Du Dein Kind auch aus dem Religionsunterricht in der Schule nehmen. Aber sei vorsichtig damit, denn mit solchen Maßnahmen kannst Du das Kind auch in der Schule zum Außenseiter machen. Lass es auch in dieser Frage einfach selbst entscheiden, ob es am Märchenunterricht teilnehmen möchte, oder nicht. Übrigens kannst Du den radialen Katholiken auch die Angst nehmen, das Kind käme im Todesfall ungetauft in die Hölle oder in die Vorhölle. Dies hat Benedikt der 16. ja vor kurzem abgeschafft, also keine Gefahr))))

    Ich hab allerdings gerade etwas im Focus gelesen und wollte mal auf religiöse Zensur in den Medien hinweisen: Da ist ein Artikel über die libanesischen Kofferbomber im Focus: http://www.focus.de/politik/deutschland/gutachten-kofferbomber-voll-schuldfaehig_aid_315255.html
    Dazu hab ich einen Leserkommentar geschrieben, der abgelehnt wurde. Ich frag mich, warum. Das war mein Kommentar:
    “psychisch krank!
    Er ist psychisch krank. Nur darf das nicht schuldmindernd bewertet werden, denn seine Erkrankung ist weit verbreitet. Sie lautet: Religiöser Glaube…”

  20. Naja Tom der Kommentar wirkt schon sehr verbissen und verbittert mit deinem Atheismus. Das läuft dann schnell unter Foren-Troll…und die sind auch sehr weit verbreitet. Vielleicht haben sie es deswegen zensiert.

  21. Klar, der Kommentar war provokativ. Aber es steckt ja auch ein Kern Wahrheit drin. Sogar juristisch-medizinisch. Er glaubt, seinem Gott mit so einem Bombenattentat zu gefallen, ist in diesem Punkt sachlichen Argumenten nicht zugänglich, sieht daher auch seine Schuld nicht ein und sieht auch nicht, dass seine Tat ein Verbrechen war. Das sind doch so ungefähr auch die Kriterien für Schuldunfähigkeit, oder nicht?

    Ich bin in den Focus-Foren recht aktiv und habe inzwischen begriffen, dass da verschiedene Leute mit verschiedenen Meinungen sitzen. Es gibt dort keine allgemeingültigen Richtlinien, welche Kommentare veröffentlich werden und welche nicht. Beispiele hab ich genug gesehen. Beispiele:
    1. Diskussionen sind eigentlich dort verboten, dennoch gibt es sie manchmal
    2. Ein einmal abgelehnter Kommentar wurde von mir einfach ein zweites Mal gepostet, nur eben 12 Stunden später, wenn garantiert ein anderer Admin Dienst hat, und schon wird er veröffentlicht.
    3. 2 Wochen lang wurde alles mögliche zugelassen. Danach wurde “Political Correctness” wieder sehr groß geschrieben. Als ob ein strenger Admin mal 2 Wochen Sommerurlaub gemacht hat)))
    Egal, ich wollte das auch nur einfach hier anmerken, denn ich finde keinen Grund, diesen Kommentar zu zensieren, außer der Sonderstellung der Religionen.

  22. Aber Hallo – schön, dass es so ein Blog gibt. Hatte ne Katholen-Stiefoma mit 5 Hühnern. JEDE Woche des Jahres musste ihr Pfäfflein 10 Eier bekommen, ehe sie sich selbst welche zum Backen und zum Frühstück gönnte. War im Winter oder in der Mauser nich so gut für de Omma, wenn die Hühnerchen nicht legten!
    Dieses bescheuerte Verhalten hat mich zum radikalen Atheisten gemacht.
    Ich persönlich hab mal gehofft, dass alle verlogene Religion von alleine den Bach runter geht. Denkste!!!
    Viele, auch sogenannte “Gebildete” handeln auch heute lieber nach dem Motto: Glauben ist leichter als Denken!
    Prost und mach weiter so!!!

  23. “Prost und macht weiter so” haben haben wir hier auch noch nicht gehört… Passt aber irgendwie :)

  24. Bin durch Zufall auf dieser Seite gelandet und muss sagen: “Gott sei Dank” ;-)
    Ich selbst würde mich auch als Atheistin bezeichnen! Hatte das Glück, dass meine Eltern mich weder religiös erzogen, noch mir irgendetwas vorenthalten haben… Die Entscheidung an Gott zu glauben oder nicht oblag alleine mir und ich habe mich dagegen entschieden! Für mich ist die ganze Kirchengeschichte ein “Mischmach aus Irrtum und Gewalt” (Goehte)..
    Meine Großmutter ist “Zeugin Jehovas” und ihr zu Liebe ging ich als junges Mädchen einmal mit zu einer Versammlung. Was mich in meinem “nicht-Glauben” nur bestärkte! Was ich auf dieser Versammlung hörte erschien mir so paradox und grotesk, dass ich fast schon Bewunderung für diese schwachen Menschen empfand, die in der Lage waren an etwas so unwirkliches und widersprüchliches glauben zu können.
    Manche Leute sagen, der Mensch müsse an etwas glauben… -Auch ich glaube an etwas! Ich glaube an mich und meinen Verstand, ich glaube, dass ich in der Lage bin meien Ziele zu erreichen und ein glückliches und erfülltes Leben zu führen! -Aber dazu brauche ich weder Gott, noch irgendeine Religion!!
    So, das reicht für´s Erste. Zum Schluss möchte ich noch Sri Aurobindo zitieren, der sagte: “Wieviel Hass und Dummheit die Menschen doch -elegant verpackt- Religion nennen.” Ich glaube das bringt es ziemlich auf den Punkt…

    @Tom:
    Ich Stimme deiner Aussage über “Religion und psychisch Krank” vollkommen zu! “Zum Christentum wird man nicht geboren, man muß dazu nur krank genug sein” (Nietzsche)

  25. Zu Wolfgangs Kommentar vom 19.Feb2008: Kinder nicht beeinflussen? Ich überlege gerade, wie das funktionieren soll. Die Religion ist doch in breiten Bevölkerungsschichten rund um den Globus ein Teil des Menschseins. Sie ist Kulturbestandteil und genauso Teil des Lebens wie andere grundlegende Werte, die sich in der Kindererziehung niederschlagen. Die Kultur formt den Menschen, er wächst in sein Umfeld hinein. Das Umfeld, in dem der Mensch aufwächst, ist wesentlich für die Bildung seiner Persönlichkeit, nur so entwickelt er ein Zugehörigleitsgefühl; er weiß, wo er hingehört. Natürlich spielt im Laufe des Älterwerdens immer mehr der Verstand eine Rolle, der letztendlich einen Menschen (hoffentlich) zum Individualisten macht. Nichts desto trotz schießt man mit einer sinngemäßen Aussage wie “Kinder sollten religiös nicht beeinflusst werden” komplett an der Realität vorbei. Selbst wenn das umgesetzt würde, müsste man konsequenter Weise weiterfragen und analysieren, von welchen Einflüssen Kinder sonst noch ferngehalten werden müssten; nehmen wir als plumpes Beispiel doch gleich die ganze Kultur. Was bleibt dann? Nichts.

    Einen zweiten generellen Punkt möchte ich gerne noch erwähnen:
    Es hat wenig Sinn und zeugt zudem von “Scheuklappendenken”, wenn man Gläubige, welcher Religion sie auch immer angehören, in diesem Forum herabsetzt oder gar beschimpft. Ein solches Verhalten ist intolerant und trägt radikale Züge. Für die, die es offensichtlich nicht wissen: Radikalität trägt weder zur Versöhnung noch zum Verständnis bei und bringt Menschen auf Dauer ausschließlich weiter auseinander anstatt näher. In der gleichen Richtung, allerdings etwas abgeschwächt, liegt der Sarkasmus, der auch nicht wirklich förderlich ist. Auch wenn man sich ärgert, muss das ja nicht auf diese Art und Weise im Forum ausgetragen werden meine Damen und Herren. Also bitte etwas konstuktiver und auch konsequenter, das bringt uns alle voran.

    Ich bin übrigens Katholik und habe hier ein paar Beiträge mit Spannung gelesen. Einige Meinungen sind wirklich interessant und geben mir die Möglichkeit, Dinge auch aus einer anderen Perspektive zu sehen und teilweise auch zu verstehen.

    Gruß, Sebastian

  26. @ Sebastian:
    hallo und willkommen zu unserer diskussion.
    damit du mich verstehst will ich dir erklären was ich mit nicht beeinflussung von kinder meine.
    ich bin absolut dagegen das sich der staat in die erziehung von eltern einmischt.(ausser bei extremen vorfällen).ich möchte keinen polizeistaat
    wie bei georg orwell 1984 wo alle das gleiche denken sollen und überwacht werden.aber ich bin nicht mit dir einer meinung was das zugehörigkleitsgefühl betrifft.ich bin katholisch getauft worden
    und in der schule waren die meisten evangelisch.wir hatten religionsunterricht mit gerade einmal 4 schülern.das war kein gefühl
    der dazugehörigkeit.und für die muslimischen kinder die gar keinen religionsunterricht hatten und nach hause geschick wurden war es bestimmt noch schwieriger sich “dazu”zu fühlen.und das alles nur weil ihre
    eltern und deren kirchenvertreter einen getrennten religionsunterricht verlangen.ich finde es geht nicht an der realität vorbei wenn man einen gemeinsamen religionsunterricht einführen würde.wenn man den kindern und jugendlichen in der schule beibring die welt auch aus einer anderen perspektive zu sehen währe das ein grosser schritt in richtung toleranz und verständnis.
    und genau das meinte ich mit nicht beeinflussung von kinder.
    ich halte es für die pflicht des staates hier einzugreifen.nicht durch verbote und überwachung und bestrafung der eltern sonder durch aufklärung von kindern und jugendlichen in der schule.aber es ist ja für die gläubigen ein horrorzenario wenn den kindern beigebracht würde ihren glauben auch mal zu hinterfragen.und die kirchen haben angst das sich viele jugendliche
    vom glauben abwenden könnten.
    wenn man im religionsunterricht den kindern die glaubensansichten von juden,katholiken,protestanten, mormonen,zeugen jehhovas,moslems,hindus und buddhisten beibringen würde dann würde vielleicht so manchem kind klar werden wie grotesk die überzeugungen und traditionen ihrer religion sind.
    dann würden sich viele jugendliche die frage stellen warum sie den
    vorschriften ihrer religon folge leisten sollen.
    und ich bin nicht der meinung das der glaube die menschen zu Individualisten macht eher das gegenteil ist der fall.meiner meinung nach ist ein religionsunterricht genauso eine beeinflussung in die kultur.die kultur eines landes ändert sich ständig .
    und die frage ist doch in was für eine kultur wir uns entwickeln.
    ich bin nicht deiner meinung das “die kultur den menschen formt”sondern der mensch formt die kultur.
    und es währe schade wenn sich unsere kultur durch religiöse menschen in das mittelalter zurückentwickelt.wo homosexuelle zum tode verurteilt werden.wo frauen menschen zweiter klasse sind.wo sex sünde ist.wo sex vor der ehe verboten ist.wo frauen ein kopftuch tragen müssen wegen der geilheit der männer.wo das kondom eine erfindung des teufels ist.wo menschen sterben weil sie keine bluttransfusion wollen.wo menschen nach ihrem tod rückwirkend getauft werden.wo menschen an “das böse”glauben und an dämonen.
    ich finde die zukunft sollte eine säkulare humanitäre kultur sein wo aufklärung und toleranz in den schulen unterrichtet wird.

    groß,wolfgang

  27. Wolfgang, vollkommen einverstanden. Mit einer Ausnahme: Man sollte den Religionsunterricht abschaffen. Und ersetzen durch einen Ethikunterricht, in dem die Werte unserer Gesellschaft vermittelt werden und nicht die intoleranten Werte einer Religion, egal welcher…

  28. Was ist mit der Toleranz den Gläubigen gegenüber? Bei dir, Wolfgang, klingt Toleranz nach einer Einbahnstraße.

  29. @Christian
    Hallo, alter Freund ;)
    Kannst Du das mal präzisieren? Ich habe bei Wolfgangs Kommentar nichts herausgelesen, was mir intolerant dem Glauben gegenüber vorgekommen wäre. Kritisch – ja, intolerant – hab ich nicht gefunden.

    Wenn Du allerdings Kritik am (christilichen) Religionsunterricht intolerant findest, dann schon mal im Vorwege Einspruch ;) Denn Wolfgang hat zu Recht beschrieben, dass Religionsunterricht trennend sein kann (und meist auch ist) und einseitig indoktriniert. Dort hat nur das Christentum seinen Platz, aber keine andere Religion und erst recht nicht der Atheismus. Das ist (provozierend gesagt) Propaganda. Ein allgemeiner Ethikunterricht, der die Werte unserer Gesellschaft vermittelt und von mir aus objektiv über die verschiedenen Religionen informiert, wäre eine weitaus bessere Lösung.

  30. Hallo Tom, mein Freund!

    Es geht mir eigentlich gar nicht um den Religionsunterricht.

    Zitat: “es währe schade wenn sich unsere kultur durch religiöse menschen in das mittelalter zurückentwickelt [...] wo frauen ein kopftuch tragen müssen [...] wo menschen nach ihrem tod rückwirkend getauft werden. [...] ”

    suggeriert für mich: Religiöse Menschen -> überholt, veraltet, Ursache von Übel. Irgendwie intolerant.

    Ich denke, Wolfgang würde mich auch als einen religiösen Menschen bezeichnen, aber ich denke nicht, dass sich durch mich unsere Kultur in das Mittelalter entwickelt. Toleranz kommt doch von dem Wort “Dulden” und meint nicht, das andere tilgen. Eine moderne Gesellschaft muss doch auch die andersdenkenden ertragen, die meinetwegen Menschen nach ihrem Tode taufen oder Kulturen, in denen Frauen das Kopftuch tragen.

  31. @Christian
    Ich kann schon verstehen, was Wolfgang meint. In den USA gibt es starke Tendenzen in die genannte Richtung. Da wird zB wissenschaftliche Forschung verboten, weil sich die Forschungsgebiete angeblich nicht mit der christlichen Lehre vereinbaren lassen. Das ist doch finsteres Mittelalter. Damals durfte auch nicht gesagt werden, dass die Erde keine Scheibe ist, aus den gleichen Gründen. Es gibt viele Tendenzen in diese Richtung. Gehen wir den Absatz von Wolfgang doch grad mal durch:
    “wo homosexuelle zum tode verurteilt werden.”
    Fundamentalistische Christen bedrohen immer wieder Homosexuelle. Das tun auch Faschisten, aber das nur nebenbei… Und in vielen islamischen Ländern steht auf Homosexualität die Todesstrafe
    “wo frauen menschen zweiter klasse sind.”
    Muss sich ja nicht alles auf das Christentum beziehen. Auch Moslems sind Gläubige, in den Augen eines Atheisten ist es egal, an welchen Gott geglaubt wird. Und wie der Islam zu den Frauen steht ist ja bekannt, oder? Allerdings hat auch die Bibel zu diesem Thema sehr eindeutige Aussagen… ;)
    “wo sex sünde ist.”
    Alle monotheistischen Religionen tabuisieren den Sex. Sex soll nur der Fortpflanzung dienen. Das ist Diskriminierung von Homosexuellen. Und weltfremd, Sex macht doch Spaß! Oder nicht? ;)
    “wo sex vor der ehe verboten ist.”
    Auch hier gilt, was ich eben geschrieben habe.
    “wo frauen ein kopftuch tragen müssen wegen der geilheit der männer.”
    Wieder ein Hinweis auf den Islam. Im Iran sind Burkas regelrecht vorgeschrieben, mit der Begründung, dass eine leicht bekleidete Frau den Mann erregen und zur Sünde verführen könnte. Sprich: Der Mann kann seine Geilheit nicht kontrollieren und dies ist die Schuld der leichtbekleideten Frau
    “wo das kondom eine erfindung des teufels ist.”
    Hier mal der Katholizismus. Der Papst (immerhin Oberhaupt der größten christlichen Glaubensgemeinschaft) verdammt Kondome uä noch immer…
    “wo menschen sterben weil sie keine bluttransfusion wollen.”
    Auch Christen. Zeugen Jehovas sind eine christlichen Sekte. Es gab schon viele Todesfälle auch von Kindern, weil die Eltern aus religiösen Gründen einfache, aber lebensrettende medizinische Maßnahmen verhindert haben, weil dies dem Glauben widersprach.
    “wo menschen nach ihrem tod rückwirkend getauft werden.”
    OK, das ist mir eigentlich egal… ;)
    “wo menschen an "das böse”glauben und an dämonen.”
    Gibts auch, obwohl das doch eigentlich ins Reich der Märchen gehört, oder?

    Generell: Wolfgang hat Dinge genannt, die es gibt, die ich auch für Probleme halte. Ich sehe in dieser Aufzählung nichts intolerantes. Wenn Du als Gläubiger Dich in diesen Aussagen nicht wiedererkennst, um so besser. Dann fühl Dich auch nicht angesprochen. Aber das ändert nichts daran, dass es all dies gibt und dass es problematisch ist…
    Wolfgang hat nicht Gläubige generell angegriffen, sondern auf gefährliche und bedenkliche Tendenzen hingewiesen. Das ist doch ok, oder?

    “ich finde die zukunft sollte eine säkulare humanitäre kultur sein wo aufklärung und toleranz in den schulen unterrichtet wird.”
    Der Satz ist doch toll. Humaniär ist gut. Säkular ist gut, denn Glaube ist Privatsache und sollte nicht staatlich sein. Aufklärung und Toleranz sind auch gut. Oder nicht?

    Ich kann da in Wolfgangs Kommentar nichts intolerantes sehen…

  32. Ich kann mich da nur anschließen! Auch ich erkenne in Wolfgangs Kommentar nichts intolerantes…

    Ich selbst finde ich bin sehr tolerant! Habe in meinen jungen Jahren schon recht viel sehen können und leider auch müssen. Klingt dramatisch, aber ich will damit sagen, dass ich in meinem Urteil sehr milde bin und eigentlich keine Vorurteile habe! -Aber deshalb muss ich sicherlich nicht alles gut finden!
    Und was ich gar nicht mag, ist wenn man sich in seiner Persönlichkeit nicht fei entwickeln kann und gewissen Zwängen & Regeln unterliegt!

    Die Christen wollen akzeptiert und toleriert werden, wozu sie auch jedes Recht haben, aber dieses Recht anderen gegenüber verwehren.
    Um nochmal auf die homosexualität zu sprechen zu kommen…
    Religion ist der Inbegriff von Intoleranz, Enstirnigkeit, Unduldsamkeit und Verblendung!
    Meiner Meinung nach ist Religion das größte Hindernis auf dem Weg zu Frieden und Eintracht…

    Lieben Gruß Hannah

  33. @christian: hallo
    Wilhelm busch hat mal geschrieben”Toleranz ist gut. Aber nicht gegenüber Intoleranten”
    ich glaube tolerant zu sein ist mit das schwerste im leben und
    festzulegen wo toleranz aufhört und die intoleranz anfängt ist für jeden schwer und auch ich weiß nicht immer die grenzen zu erkennen.
    für einen atheisten ist der glaube an einen persönlichen,allmächtigen und allwissenden gott eine total unlogische sache.jedes argument das hier im forum positiv für einen gott verfasst wird,wird von uns atheisten sofort als kindisches wunschdenken und als beleidigung unserer intelligenz bewertet.
    auf der anderen seite denke ich sind die argumente der artheisten für einen menschen der an gott glaubt eine beleidigung seiner intelligenz und seiner weltanschauung.
    die grenze der toleranz in diesem interessenkonflikt festzulegen ist nicht ganz einfach.
    ich hoffe du nimmst uns atheisten es nicht zu übel wenn wir in diesem forum ab und zu ein bisschen über die Stränge schlagen.
    ich glaube auch nicht das du mit deiner persönlichen weltanschauung unsere kultur ins mittelalter zurückwirfst aber der papst unterhält immer noch eine ausbildungsstätte für exorzisten.
    und ich habe auch etwas angst das der religiöse fanatismus der in vielen ländern der welt härscht sich auch auf europa und deutschland aussbreitet.
    ich hoffe du bleibst unserer diskussion hier im forum noch eine weile erhalten.

    gruß wolfgang

  34. Exzellente Webseite! Auch ich bin Atheist, ohne allerdings Gläubige missionieren zu wollen. Allerdings bekomme ich regelmäßig eine Wut, wenn Menschen, wie gestern in Indien geschehen, aus religiösem Wahn heraus Massenmorde begehen. Da frage ich mich doch, was wohl wäre, wenn Bin Laden, Khomeini, Gottfried von Bouillon und die kreuzzugführenden Päpste, und natürlich in erster Linie Jesus und Mohammed Atheisten gewesen wären. Vermutlich hätte es ein paar millionen Morde weniger gegeben in der Menschheitsgeschichte…

  35. Liebe Unbekannte,
    ich hatte fast ein Jahr eine Affäre mit einem Deutschen, der schon vor einigen Jahren vom Atheismus zum Islam konvertiert ist, streng gläubig war und den ich in einem freizügigen Club kennen gelernt hatte. (Eigentlich schon absurd !) Ich wollte mich mit seinen Glauben auseinander setzen. Er hat bei mir gebetet und mir den Koran irgendwann mitgebracht.
    Ich habe den Koran, diverse Hadithe, viele Bücher über den Islam gelesen und sogar mit einer Islamwissenschaftlerin telefoniert, um den Sinn zu verstehen. Ich habe selten ein schlimmeres Sammelsurium an Aufforderungen zur Gewalt in die Hände bekommen, als den Koran und je mehr ich mit damit befasste, desto entsetzter und sprachloser machte mich die Tatsache, dass Leute so einen Gott und so einen Propheten überhaupt für möglich und anbetungswürdig halten.
    Ich fand die Bibel schon grausig mit ihren gewalttätigen Beschreibungen, aber der Koran fordert direkt zur Intoleranz ( einschließlich Tötungsaufforderungen ) Andersdenkender auf.
    Mein Freund konnte mir nicht erklären, wie er sich diese schlimmen Suren freundlich auslegt, ausser dass er manche Sachen darin eben auch krass fand. Er ist meinen Fragen immer ausgewichen.
    Ich habe ernsthaft versucht irgendeinen Sinn darin zu finden, aber es gab keinen!
    Mein Freund hat den Kontakt zu mir abgebrochen, denn Muslime dürfen Ungläubige nicht zu Freunden haben!
    Da sage noch einer der Islam sei tolerant!
    Diese Religion macht mir Angst mit ihren angeblich für immer geltenden unbarmherzigen göttlichen Gesetzen. Ich bin froh ein kafir (Ungläubige/r) zu sein! Übrigens finde ich ungläubig das falsche Wort: nicht gläubig triffts wohl eher!

  36. @Tina
    Hier gabs vor kurzem auch eine Diskussion mit einem Moslem, der uns von den “wundern des Koran” erzählt hat. Als wir jedoch begannen, seine “Wunder” zu analysieren und zu widerlegen, ging er darauf nicht ein. Und als wir ihn dann auf die Gewaltverherrlichung im Islam ansprachen, ist er aus Diskussion ohne Antwort ausgestiegen.
    Typisches Verhalten für viele Gläubige, einer Diskussion auszuweichen, wenn sie keine Antworten mehr wissen…
    Schade eigentlich, denn mich hätte wirklich interessiert, wie ein Moslem die Gewaltaufrufe im Koran begründet und wie er sie als seine Religion annehmen kann, wenn er gleichzeitig im Westen wohnt, also umgeben von Ungläubigen und in einem anderen Kulturkreis mit anderen Werten, als sie im Islam offensichtlich vermittelt werden…

  37. Also unter euch komme ich mir ja richtig dumm vor :)

    Ich habe leider Gottes (Oh welch Ironie in so einem Block einen solchen Ausdruck zu verwenden :) ) nicht Physik studiert, war aber schon immer, auch als ganz kleines Kind total interessiert an dem ganzen (Papa löcher in den Bauch gefragt und so…)

    Heute kann ich vllt. keine Physikalischen Berechnungen anstellen oder so, aber ich kann mir alles auf der Welt irgendwie physikalisch erklären :) und wenns noch viele Lücken aufweist.
    ABER ich brauche dazu keine Religion.
    also bin ich Atheist und stimme voll zu.

    Religion wurde dazu benutzt den Menschen die unklarheiten zu erklären, Sachen zu erklären, für die ein menschliches Gehirn einfach nicht ausreicht.
    z. B. Die Frage, Woher kommt das Universum? Klar, Urknall, Aber woher kam der? :)
    Ich persönlich glaube ja dass es keinen Anfang gab, das heißt es musste auch nie was entstehen. (Oder nach meinung der Religionen: erschaffen werden). Aber leider denken Menschen in dem Fall einfach zu einfach. Menschen denken alles hat einen Anfang und ein Ende, dass etwas schon seit unendlich da ist, deswegen nie entstanden ist, kann sich ein Mensch nicht vorstellen. Aber das ist ja ein anderes Thema.

    Ich finde gut, dass es doch noch so möglichkeiten gibt, sein Atheistsein zu präsentieren :) was ich schon Hausverbote bei den Eltern meiner Exfreundinnen bekommen habe, weil ich mit denen über den Glauben diskutiert habe :D :D
    aber so gläubige Menschen die können die Meinung dann meist nicht akzeptieren… was ich schade finde. ich schmeiße einen Christen auch nciht aus meiner Wohnung…

    Ich sag nur:
    Atheisten sind die wahren Ghostbusters!

    ein freundlichen Gruß

    Artur

  38. @Artur
    Du hast völlig Recht, nur hast Du ein Kurisorium im christlichen Glauben vergessen, das ich wirklich witzig finde:
    Christen können sich nicht vorstellen, dass das Universum ewig existiert. Und um dieses Unvorstellbare zu erklären, erfinden sie ein allmächtiges Wesen, das unser Universum erschaffen hat und ebenfalls ewig existiert. Also etwas noch viel unvorstellbares, als das ewige Universum selbst.
    Warum einfach, wenns auch kompliziert geht? ;)

  39. was ich am aller krassesten finde, dass der Glaube wirklich auf einem Buch aufbaut…
    ich könnte genauso gut Aragorn als Gott nehmen, Sauron als Satan und den Herr der Ringe als meine “Biebel” nehmen…
    genau, warum einfach wenns auch kompliziert geht…

  40. @Artur:
    Meinst du wir Christen sind alle doof und haben einfach so mal die Bibel genommen, die gelesen so wie du vielleicht mal Herr der Ringe gelesen hast und dann haben wir uns gedacht: Och ja, da glaub ich jetzt mal dran.

    Hinter meinem Glauben und hinter meinem Respekt vor der Bibel steht eine tiefe Erfahrung und eine persönliche Beziehung mit Jesus. Mein Glauben ist ist nicht beliebig, sondern an Jesus gebunden. Und den kann man nicht einfach gegen Aragorn austauschen.

    Denk mal bitte nicht, dass Christen alte schwache dumme Leute sind, über deren Glauben man sich lustig machen kann. Glaube hat Gründe.

  41. Hi Christian, da warst Du ja richtig schnell. ;)
    Ich wollte Artur gerade Recht geben (konntest Du Dir denken, oder?) Es gibt ja schließlich keine objektiven Hinweise dafür, dass die Bibel tatsächlich ein Wort Gottes ist (wenn wir mal einen Moment voraussetzen, dass es einen Gott gibt ;) ).

    Ich hab Dir ja schon oft gesagt, dass ich Dir Deine religiösen Gefühle glaube und dass ich aktzeptiere, dass Du so fühlst. Aber warum denn ausgerechnet Jesus? Jeder gläubige Moslem berichtet über ähnliche Gefühle, wie Du, nur dass sie bei ihm mit Mohamed und Allah verbunden sind. Kann man das nicht als Hinweis darauf deuten, dass unser Gehirn so “gestrickt” ist, bei vielen Menschen diese Gefühle auszulösen, dass es aber eigentlich egal ist, mit wem sie in Verbindung gebracht werden? Ob mit Allah, Jesus oder bei den alten Ägyptern mit Ra, dem Sonnengott? Also eine Art Trugbild im Gehirn, dass sich je nach Kulturkreis (und damit vorherrschendem Glaube) eben letztlich an jede Religion anpassan kann? Wäre das dann ein Hinweis darauf, dass keinen Gott gibt, sondern er ein Phantasieprodukt (eine Fata Morgana) des menschlichen Gehirns ist?

    Und wenn es nur einen (in Deinem Falle den christlichen) Gott gibt, warum gibt es dann so viele verschiedene Religionen? Wäre es nicht logischer, dass dann auf der ganzen Welt der gleiche Gott seine Botschaft verkündet hätte? Warum gibt es so viele verschiedene Religionen, wenn es nur einen wahren Gott gibt?

    Ich habe mal mit einem gläubigen Katholiken diskutiert, der den atheistischen Standpunkt nicht verstehen konnte oder wollte. Er setzte voraus, dass die Bibel auch für mich ein wichtiges, ja heiliges Buch sein müsste. Ich habe ihm dann erklärt, dass die Bibel ein Buch mit vielen Geschichten ist, von denen sicher viele einen wahren historischen Kern haben, aber dann um Legenden ausgeschmückt wurden. Sei es, weil sie über Generationen am Lagerfeuer nach dem Stille-Post-Prinzip weitergegeben wurden, bevor man sie endlich aufschrieb, oder sei es, weil ein Hofschreiber die Taten seines Königs ausschmücken musste, damit der Ruhm des Königs wuchs.
    Und dann hab ich das mit dem Nibelungenlied verglichen: Auch eine Geschichte mit einem wahrscheinlich historisch wahren Kern, die dann um Legenden und Wunder erweitert wurde, damit sie interessanter wird. Er war zwar zunächst sauer auf mich, dass ich es überhaupt wagen konnte, dass Buch der Bücher mit dem Nibelungenlied zu vergleichen, aber irgendwann kam bei ihm meine Grundaussage an: Dass beides für uns Atheisten lediglich alte Geschichten sind und beide Bücher aus unserer Sicht das gleiche Prinzip (wahrer Kern mit Wundern ausgschmückt) haben und die Bibel für uns eben keine Sonderstellung gegenüber anderen Büchern hat.

    Ich aktzeptiere also umgekehrt den Sonderstatus, den die Bibel für Dich hat. Nur ist es eben bisher noch nicht gelungen, mir zu erklären, worin er eigentlich besteht…

    Von daher hat Artur zwar undiplomatisch formuliert, Christian, aber er hat im Kern etwas gesagt, was alle Atheisten denken: Worin unterscheidet sich die Bibel von anderen alten Geschichten, Legenden oder Phantasieprodukten? Oder von den anderen “heiligen Büchern” anderer Religionen? Was macht sie so besonders? Das leuchtet uns nicht ein.

  42. Danke, besser hätte ich es nicht ausdrücken können.
    Die Biebel ist ein Buch wie jedes.
    Geschichten, Märchen… Auch mit wahrem Hintergrund, ist klar :)

  43. Und jetzt nochmal zu der Frage glauben:
    ich habe nur eine ganz einfache Fragestellung, die sogar meinen ehemaligen Religionslehrer zum nachdenken gebracht hat:

    Glauben kann, wer glauben will, aber was ist wahrscheinlicher?
    Die Tatsache dass wir sind was wir sind, uns nach regeln der Physik entwickelt haben, und die Welt um uns genauso.
    Oder die ANNAHME dass es ein übersinnliches Göttliches Wesen gibt, dass uns erschaffen hat, und aus dem Nichts kam? Geschweige denn die Geschichte dass er seinen Sohn in eine Jungfrau “pflanzte”.

    Was ist nur wahrscheinlicher?

    die Tatsache mit der Jungfrau finde ich ja auch noch am lustigsten. Die wäre damals doch als Hexe verbrannt worden, ohne dass man da ein göttliches Schauspiel drinnen gesehen hätte…

    Artur

  44. Hallo Leute!
    Es freut mich sehr, wieder bei euch zu sein. Ich lese gerne die Kommentare hier, habe selbst nur einmal einen geschrieben, aber verfolge die Seite mit großem Interesse, weil ich mich auch seit kurzem von der Religion ” Freigesprochen” habe. Wie bereits geschrieben, komme ich aus den Bosnisch-moslimischen Kreisen und einer nicht so religiösen Familie. Ich wurde auch nicht religiös erzogen und trotzdem war ich gefangen und hin und her gerissen, weil man einfach “dazugehört”.
    Seit ich mich offen als Atheist bezeichne, bin ich innerlich viel zufriedener und fühle mich richtig entlastet.
    Die Erkenntniß, dass ich selbst für meine Taten verantwortlich bin, dass ich mein Leben selbst gestalte und nicht irgendein “Allmächtiger” von oben, der mich ständig bestraft und auch meine Kinder ins Unglück befördert, wenn ich mich nicht unterwerfen lasse, hat mich befreit.

    Ich und meine Gattin, die sich ebenfalls für den Atheismus entschieden hatte, haben beschlossen, unsere beiden Kinder ohne Einfluss der Religionen zu erziehen und bilden zu lassen.
    Uns ist erst jetzt bewusst geworden, dass es nicht einfach sein wird, da die Kinder in ihrem Kindergarten in Wien (unser Wohnort) schon jetzt mit der christlichen Religion vertraut werden, mit den Weihnachtsgeschenken besänftigt, und zumindestens in Richtung Festigung der Akzeptanz gegenüber der Kirche(n) gelenkt werden. In kürzesten Zeit können die beiden Jungs alle Christkindl-, Weihnachtslieder, schwärmen v. Weihnachtsmann und Nikoaus, und “Gottweis”, was die dort noch
    zu hören bekommen
    Dagegen müssen wir uns irgendwie wehren, finde ich.
    Am liebsten wäre es mir, es gebe Kindergärten und Schulen für Atheisten, wo selbstverständlich auch Kinder der religiösen Eltern willkommen sind, aber die Religion Ihre Privatsache bleibt.
    Wir wollen nicht überstürtzt handeln, aber sollte sich herausstellen, dass unser Kindergarten von Kirchen gesponsort wird, was ich für wahrscheinlich halte, oder unter den Enfluss der religiösen LeiterIn steht, wollen wir eine neue (unabhängig v. Kirche) KG-Stelle suchen.
    Ich weis nicht ob das überhaupt möglich sein wird. Manchmal bekommt man das Gefühl, die Kirchen haben “alles unter Kontrolle”.
    Villeicht kann mir jemand von euch die Tips geben, wie man soetwas
    in Wien erreichen kann, dass die Kleinen “ausser Reichweite der Götter” sind.
    Zumindest Anhaltspunkte wie wir damit umgehen sollten, würden mich freuen. Habe versucht im Internet aber bisher nichts gefunden.

    Und ich betone, wir möchten uns nicht von Gläubigen isolieren, sondern nur das Recht für unsere Kinder auf eigenständiges Denken und Entwickeln.
    Es könnte doch so schön funktionieren, unsere Kinder haben Freunde gefunden (auch die, dessen Eltern religiös sind ), und würde uns alles egaal sein, hätten wir das Problem nicht.

    Warum eifach, wenn´s doch kompliziert geht, Leute.

    Liebe Grüße aus Wien für alle!

  45. @Merkur
    Ich kann Dein Problem gut verstehen. Ich löse es mit meinem Kind auf folgende Weise: Ich behandle die Weihnachtsgeschichten etc zu Hause, wie andere Sagen und Legenden auch. Auf diese Weise wahre ich einen gewissen Abstand zu der Hervorhebung der Religion gegenüber anderen Themen. Auf Basis dieser Versachlichung können die Kinder später selbst für sich einordnen, wie sie diese Dinge sehen wollen und ob sie religiös sein möchten, oder nicht.

  46. @Tom

    Dankeschön, Tom. Es bleibt mir wohl nichts anderes übrig, im Moment. Jedenfalls suche ich nach einer weiteren Möglichkeit, um meine Kinder vor diesen Unsinn zu bewahren. Ich finde es äußerst grob, wenn die Erziehungseinrichtungen, ohne es mit den Eltern zu abzustimmen, versuchen die Kinder zu missionieren. So gesehen ist es nur gerecht, wenn sich die Atheisten auch so organisieren können wie die Gläubigen, namlich eigene Schulen und Kindergärten zu führen, wo nicht so einseitig über die Religion gesprochen wird, und wo natürlich auch die Kinder der religiösen Menschen gerne willkommen sind. Da sollte villeicht mehr geschehen, neben der Diskusionen und Bekenntnissen. Gut möglich, dass mir da etwas entgeht , aber alle Menschen, die wirklich was verändern wollen und nicht gerade für ein politisches Amt z.B. in den USA kandidiert haben ( weil sonst ein Atheist lügen muss, dass er an Gott glaubt), sofern Sie nicht an die “Geschichten” glauben, könnten, ja müssten sich zusammenschließen, genau so wie das die Gläubigen getan haben, nur eben anders. Nur dann könne man von der Gleichstellung träumen und Sie verwirklichen. Wir werden sonst immer reparieren müssen, was die anderen zörstören.

    Wünsche Dir, sowie allen anderen Teilnehmern ein glückliches neues Jahr!!!

  47. Zur jungfäulichen Geburt: Es handelt sich hierbei lediglich um eine notwendige Anpassung der Inhalte des neuen Testamentes an den hellenistischen Kulturkreis. Die hellenistischen Götter konnten nur auf unbeflecktende Weise und auch nur mit zuvor unbefleckten menschlichen Frauen Nachkommen zeugen. Die jungfäuliche Geburt ist also ein wesentliches Merkmal göttlicher Abstammung. Kein Römer oder Grieche hätte die Mär vom Gottessohn bei der Überführung der christlichen Religion vom hebräischen in den hellenistischen Kulturkreis ohne diese Qualifikation akzeptiert. Genausowenig könnte man heute einen Schlager aus den fünziger Jahren auf der LoveParade auflegen, ohne ihn durch Unterlegen eines Techno-Beats an den kulturellen Kontext dieser Veranstaltung anzupassen.

  48. Das Christentum ist ohnehin nur eine Ansammlung von Riten anderer Religionen. Da ist zum Einen das Judentum, dass stark Spuren hinterlassen hat, aber auch heidnische Elemente haben sich mit der Zeit eingeschlichen

  49. Religionen sind auch für Atheisten kein Problem, wenn man sie als das sieht was sie sind: Märchen, nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene.

    Ich höre gerne Märchen.

    Ich sehe gerne Theatervorstellungen, und so auch Gottesdienste.
    Beides dient der Ablenkung und dem Seelenheil.

    Eine Kirche ist ein Gebäude und birgt Kulturschätze, so wie dies auch
    Museen tun.

    Ich bin auf dem Wege ein Atheist in der Kirche zu sein.

  50. @Meyer
    Fast völlig einverstanden.
    Aber: Es wird problematisch, wenn ein Märchen den Anspruch erhebt, wahr zu sein und Menschen beginnen, anderen auf Basis des Märchens eine Lebensweise oder “Moral” aufzuzwingen. Oder wenn Menschen wg des Märchens andere töten oder auch nur diskriminieren.
    Wenn man das Märchen als Märchen erkennt, dann kann man sich an ihm erfreuen, sich von ihm unterhalten lassen. Wenn es für bare Münze genommen wird, wird es leider gefährlich…

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