Der Titel sagt eigentlich alles. An dieser Stelle kann man loswerden, was zu keinem der anderen Artikel passt. Solche Kommentare verschiebe ich gegebenenfalls auch selbst von anderer Stelle hierher.
Der Bezug zu Religion bzw. Atheismus sollte jedoch erhalten bleiben und selbstverständlich ist weiterhin ein Mindestmaß an Sach- und Höflichkeit geboten.
Schlagworte: Atheismus
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Hallo!
Erst mal: Super Seite! In letzter Zeit bin ich echt am verzweifeln, da ich so gut wie niemanden in meinem Umfeld kenne, der so denkt wie ich! auch ich bin Atheistin und mir ist Religion, egal ob Islam, Juden – oder Christentum, ein absoluter Dorn im Auge. ich kann nicht verstehen, wie in einer aufgeklärten, wissenschaftlich geprägten Welt so etwas wie Religion überhaupt noch existieren kann. trotzdem habe ich 4-stündig Religion gewählt. das mag vielleicht merkwürdig klingen, aber diskutieren macht mir einfach tierisch Spaß und wie Aylin muss ich zugeben, dass ich versuche, Christen ihre Naivität vor Augen zu halten, und ihnen klar zu machen, wie widersprüchlich ihr Glaube ist.
Meine beste Freundin ist sehr gläubig (freikirchlich) und ich habe manchmal wirklich angst davor, dass sich deshalb unsere Wege trennen. Es ist unmöglich für uns auf einen Nenner zu kommen, wenn wir über ihren Glauben diskutieren, sie versteht mich nicht und ich verstehe sie nicht. Das schlimme ist, dass ich es einfach nicht akzeptieren kann! Sie ist ein sehr intelligenter Mensch, aber beim Thema religion setzt ihr logisches Denken vollkommen aus! Wie geht ihr mit solchen Menschen um, die euch auch noch sehr nahe stehen? Das würde mich wirklich intreressieren, weil ich nicht weiß wie ich damit umgehen soll.
@Moe: Wie mir fällt es den anderen wahrscheinlich schwer, den “agressiven Unterton”, der woanders auch noch erwähnt wird, vollkommen zu unterlassen. Man redet sich einfach schnell in Rage. Ich glaube nicht, dass das böse gemeint ist.http://www.experten-tricks.at/10,die-theodizee-frage-oder-warum-laesst-gott-leid-zu/
so etwas macht mich zum beispiel wirklich agressiv! Die Argumente, mit denen die Theodizeefrage hier beantwortet wurde sind so was von widersprüchlich, dass man sich echt fragen muss ob gläubige Menschen in dieser Hinsicht ein rationales Denken besitzen!
Angeblich weiß Gott über alles was wir tun und was wir tun werden bescheid! Allein das widerspricht der Behauptung, er hätte uns einen freien Willen gegeben. Wir können ja nicht anders handeln, als er es vorsieht, also haben wir auch keinen freien Willen.
Ich könnte noch endlos weitermachen, aber ich hab jetzt leider keine Zeit mehr.
Gruß, Leonie
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@ Leonie: ja, im dritten Abschnitt ist nicht ganz schlüssig argumentiert worden. Aber das mit dem freien Willen, dass stimmt. Ich hab das hier im Forum auch mal so geschrieben und erklärt. Angenommen, du tust jemandem etwas Böses (und das tut jeder. Mal mehr mal weniger). Schiebst du es dann Gott in die Schuhe, weil er dich nicht davon abgehalten hat? Gibst du ihm die Schuld, nur weil er dir einen freien Willen gegeben hat und du dich auch hättest entscheiden können, es nicht zu tun? So ist das überall auf der Welt. WIR sind verantwortlich, dass es Leid auf der Welt gibt.
Übrigends, du hast geschrieben, dass du es nicht verstehen kannst, “wie in einer aufgeklärten, wissenschaftlich geprägten Welt so etwas wie Religion überhaupt noch existieren kann.”
Schon gewusst, dass immer mehr Wissenschaftler sich dazu durchringen, das “Übernatürliche” in ihre Forschungen mit einzubeziehen? Viele bekennen sich auch zu dem christlichen Gott, weil ihre Forschungen sie automatisch dazu bringen. Es gibt einfach zu viele “Zufälle”, als dass das ganze Universum hätte “zufällig” entstehen können.
Und die Zahl der Naturwissenschaftler, die von einem Zusammenbruch der Evolutionstheorie sprechen, nimmt deutlich zu. Sogar renomierte Wissenschaftler gehören dazu.
Und in früheren Zeiten war auch jeder Mensch für die damaligen Verhältnisse “Aufgeklärt”. Also spielt das keine Rolle. In 10 Jahren wird wieder anderst gedacht. -
@ Moe:
Das mit dem freien Willen funktioniert nicht, um Gott zu entlasten. Weil: Er ist allmächtig, allwissend und hat den Menschen den freien Willen gegeben. Stimmts? Dann ist er immer noch verantwortlich dafür, was die Menschen tun, er könnte ja jede beabsichtigte Gemeinheit leicht verhindern. Die Menschen selber sind auch verantwortlich, natürlich. Wenn ein Mord zB aufgeteilt wird auf Schreibtischtäter (gibt den Befehl) und Soldat (führt nur seine Befehle aus), ist die Verantwortung ja auch nicht weg, sondern sowohl der Vorgesetzte als auch der Soldat tragen Verantwortung.Nicht zu vergessen, dass es ja ziemlich viel Leid auf dieser Welt gibt, was nicht die Menschen produziert haben (Naturkatastrophen, Krankheiten). Dafür ist ein allmächtiger und allwissender Gott sowieso verantwortlich.
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@Moe: Was Du am 22.1. geschrieben hast, ist schlechtweg unwahr! Du wiederholst die Märchen der Kreationisten, die dadurch aber nicht wahrer werden. Du schreibst: “Und die Zahl der Naturwissenschaftler, die von einem Zusammenbruch der Evolutionstheorie sprechen, nimmt deutlich zu. Sogar renomierte Wissenschaftler gehören dazu.” 1. Nein, die Zahl der Wissenschaftler, die von einem “Zusammenbruch der Evolutionstheorie” sprechen nimmt keinesfalls zu. 2. Das “renomierte” Wissenschaftler “dazu gehören” wird von den Kreationisten gebetsmühlenartig wiederholt, ohne jedoch auch nur einen renomierten Namen zu nennen. Renomiert wäre z.B. ein Harvard- oder Oxford-Professor auf den Gebieten “Genetik” oder Evolutionsbiologie”, denn das sind die entsprechenden Fachgebiete.
Und am 11.1. hast Du bezweifelt, dass es ohne Religionen friedlicher zuginge auf der Welt. Es wurden die allermeisten Kriege aus religiösen Gründen geführt! Die Religionen sollten “mit dem Schwert” verbreitet werden. Ich habe noch nicht gehört, dass Atheisten ihre Sicht der Dinge mit Gewalt in die Welt tragen. Atheisten ist es eigentlich relativ wurscht, was andere glauben, solange nicht missioniert wird.
Übrigens hat der Nationalsozialismus seine kranke Weltanschauung auch zur Religion erhoben. Befasse Dich mal mit den Riten der damaligen Zeit (Fahnenweihe, Sonnenwendfeier, etc). Alles aus Religionen entwendete Zeremonien mit nur einem Ziel: Den Deutschen einen Fanatismus einzuimpfen, wie ihn nur religiöse Gefühle erzeugen können (Fanatismus wie auch bei Selbstmordattentätern oder Massenselbstmorden bei Sekten, die ja auch Religionen sind).
Daher bin ich gegen Religionen. Würden die Leute friedlich zu Hause glauben, wäre es ja noch OK, aber Glaube kann eben sehr leicht radikalisiert werden und dass macht ihn gefährlich.
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@ Uli
Ich hab mal irgendwo gelesen, dass ca 1/3 der Menschen Atheisten sind, weiss aber nicht, wer das wie erhoben haben will. Von daher stehe ich dem Wahrheitsgehalt solcher Angaben eher skeptisch gegenüber. Zumal ich auch nicht weiss, inwieweit dabei zwischen Agnostikern und Atheisten unterschieden wurde.
Daher schließe ich mich Deiner Frage mal an, aber mit der Bitte um etwas detaillierte Antworten und vielleicht auch Quellenangaben. -
@tom
Da ich auch nicht ganz auschließen kann, das Gott existiert, bin ich vielleicht auch Agnostiker. Die bisher nicht restlos geklärten wissenschaftlichen Fragen nach der Entstehung des Lebens (obwohl das wohl hoffentlich eher eine Frage der Zeit ist) und des Universums lassen mich, obwohl ich das nicht für wahrscheinlich halte, doch nicht genau wissen ob Gott das Universum nicht “ausgespuckt” hat und nun von außerhalb einfach amüsiert zuschaut. Aber das steht meiner Meinung nach einer atheistischen Einstellung nicht im Weg, denn er steht ja außerhalb von Allem.Was hältst du denn davon(mit einem Augenzwinkern)?:
Der taktische Gottesbeweis
Der für viele überzeugendste Gottesbeweis stammt von Blaise Pascal. Er betrachtete die vier möglichen Varianten des Gottesglaubens und ihre Konsequenzen unter dem Aspekt der Spieltheorie:
* Gott existiert nicht, und ich glaube nicht an ihn → egal.
* Gott existiert nicht, aber ich glaube an ihn → egal.
* Gott existiert, aber ich glaube nicht an ihn → ich komme in die Hölle.
* Gott existiert, und ich glaube an ihn → ich komme in den Himmel.Ganz gleich wie gering man die Wahrscheinlichkeit für die Existenz Gottes einschätzt, sollte man also dennoch an ihn glauben, da dies taktisch klüger ist.
Quelle:http://www.unglauben.net/
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@uli
genau dieser “Gottesbeweis” ist es, der viele Atheisten zu Agnostikern macht. Frei nach dem Motto: “Wenn ich ihn nicht ausschließe oder ein wenig an ihn glaube, komm ich wenigstens nicht in die Hölle”Ich schließe Gott völlig aus, denn es gibt einfach keinen Hinweis darauf, dass es ihn gibt. Und bloß weil die Wissenschaft noch nicht auf alles eine Antwort hat, muss es nicht gleich einen Gott geben. Wir wissen alle, welche religiösen oder göttlichen “Wahrheiten” schon alle von der Wissenschaft entzaubert, erklärt oder widerlegt wurden. Daher ist die Tatsache, dass wir noch nicht alles haben, für mich kein Argument.
In diesem Sinne meine Gegenfrage: Was hältst Du denn davon (ganz ohne jedes Zwinkern):
Dies ist kein Scherz. Dr.Laura ist eine fanatische Gläubige, die in den USA in Radiosendungen dafür plädiert, die Bibel wörtlich zu nehmen. Daraufhin hat jemand diesen offen Brief geschrieben. Der Link http://www.huk.org/aktuell/bibelzitate-woertlich.htm
Offener Brief eines US-Bürgers an Dr. Laura:
Liebe Dr. Laura
Vielen Dank, dass Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen. Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Mose 3, Leviticus 18:22, wo klargestellt wird, dass es sich dabei um ein Greuel handelt. Ende der Debatte.
Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind.
Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?
Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?
Ich weiß, dass ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev. 15:19-24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich hab versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.
Lev. 25:44 stellt fest, dass ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, dass würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?
Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2 stellt deutlich fest, dass er getötet werden muss. Allerdings: Bin ich moralisch verpflichtet ihn eigenhändig zu töten?
Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie Muscheln oder Hummer, ein Greuel darstellt (Lev. 11:10), sei es ein geringeres Greuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu. Könnten Sie das klarstellen?
In Lev. 21:20 wird dargelegt, dass ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muss zugeben, dass ich Lesebrillen trage. Muss meine Sehkraft perfekt sein oder gibt’s hier ein wenig Spielraum?
Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das eindeutig durch Lev. 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?
Ich weiß aus Lev. 11:7-8, dass das Berühren der Haut eines toten Schweines mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Fußball spielen, wenn ich dabei Handschuhe anziehe?
Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Lev. 19:19, weil er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüberhinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind (Baumwolle/Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht oft. Ist es wirklich notwendig, dass wir den ganzen Aufwand betreiben, das komplette Dorf zusammenzuholen, um sie zu steinigen (Lev. 24:10-16)? Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen, familiären Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern schlafen? (Lev. 20:14)
Ich weiß, dass Sie sich mit diesen Dingen ausführlich beschäftigt haben, daher bin ich auch zuversichtlich, das Sie uns behilflich sein können.Und vielen Dank nochmals dafür, dass Sie uns daran erinnern, dass Gottes Wort ewig und unabänderlich ist.
Ihr ergebener Jünger und bewundernder Fan
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@tom
Ich halte die Existenz eines Gottes für so unwahrscheinlich, das ich das Risko eingehe in die Hölle zu wandern (fragt sich wohl auch in Welche, die der Katholiken oder in die der Moslems? Da hat man wohl auch als Gläubiger wohl nur ne 50:50 Chance)
Außerdem kommt man wohl auch in die Hölle wenn man Gott nur nicht ganz ausschliesst, sonst würden fundamentale Religionen doch nicht funktionieren.Was hältst du von der These, dass wir die Religionen schon deshalb nie überwinden werden, weil Kindern evolutionär daruf programmiert sind ihren Eltern zu gehorchen und ihre Meinung geradezu gehirnwäscheartig im Unterbewusstsein zu verankern. Deshalb braucht man meiner Meinung nach nach eine mindestens 100 Jahre dauernde weltumspannende religionsverbietende Diktatur um die Religion aus den Köpfen der Menschen zu vertreiben. Das verbieten nun wieder alle ethischen Prinzipien an die ich mich gebunden fühle, so dass ich kaum Hoffnung für die Menschheit habe.
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@uli
zum thema hölle: Es ist doch erst mal schon erfreulich, dass die Vorhölle nach all den Jahrhunderten vom Papst letztes Jahr abgeschafft wurde))) Da kommst Du also schon mal sicher nicht hin!)Ich denke, dass Religion in der Evolution eine wichtige Rolle gespielt hat und sie deshalb bei eigentlich allen Menschen irgendwo im Hirn ihren Platz hat. Die Frage ist eben nur, ob wir bereit sind zu hinterfragen oder nicht. Jeder “möchte” ja irgendwo gern an übernatürliches glauben, oder? Nur wer hinterfragt, der wird nicht blind glauben.
Das mit der Diktatur klappt übrigens nicht! Ich bin vor Jahren beruflich nach Russland gezogen und lebe hier seit dem. Hier gab es 70 Jahre eine Diktatur, die den christlichen Glauben unterdrückt hat. Heute sind hier entsetzlich viele Gläubige! Wobei ich aber auch glaube, dass eine Diktatur – egal welche und wie atheistisch sie sich gibt – letztendlich den Glauben fördert! Das geht so: Eine Diktatur funktioniert nur, wenn die Menschen nicht allzu viele Fragen stellen, also GLAUBEN, was man ihnen sagt. Am Ende dieser Diktatur gibt es dann keine (oder sehr wenige) mündigen Bürger, die Dinge hinterfragen und somit wiederum sehr anfällig für Religionen sind. Religionen sind ja selbst diktatorisch aufgebaut…
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Bei mir hat das mit der Diktatur allerdings geklappt – bin Ossi und habe soweit ich mich erinnern kann nie an Gott gegelaubt. Deshalb denke ich schon dass es gut ist wenn der Kreislauf der Religionsweitergabe an die Kinder unterbrochen wird. Ich hab mich erst mit dem Christentum beschäftigt, als mir meine Mutter mal ne Bibel hingeworfen hat und sagte das gehört zur Allgemeinbildung. Da war ich allerdings schon 12 und konnte mir meine eigene Meinung bilden. Es kommt wohl vor allem darauf an als wie restriktiv die Diktatur empfunden wird.
Und wie kann man sonst erlären, dass Traditionen, Glaube und auch das Wählerverhalten im Schnitt so konsistent an die nachfolgende Generation übertragen werden?
Vielleicht gäbe es ohne den Kommunismus viel mehr gläubige in Russland – womit ich diesen auf keinen Fall beschönigen will!!!
Und wo sollen sonst die von dir erwähnten ein drittel der Bevölkerung umfassenden Atheisten herkommen wenn nicht aus Russland und China?
Wie war das denn bei dir?Deinen offenen Leserbrief fand ich übrigens unglaublich witzig und erschreckend zugleich – unglaublich wogegen man sich in den USA wehren muss.
Ich finde aber auch das gegen einen aufgeklärten Agnostiker nichts zu sagen ist. Solange man Gottes Existenz nicht völlig auschließen kann, warum sollte man es tun? Der Gott den ich für möglich halte greift nicht ein, lässt dem Universum seinen Lauf und findet jedwege Opfer und nicht durch die Vernunft und/oder durch Naturgesetze begründete Regeln wohl eher witzig (schon wieder mit einem Augenzwinkern).
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Bei Dir hat nicht das mit der Diktatur geklappt, sondern das mit dem Elternhaus. Auch in der DDR gab es Gläubige, sonst hätten die Kirchen keine so wichtige Rolle bei der Wende spielen können. Und Du darfst nicht vergessen, die Russen lebten 70 Jahre im Tal der Ahnungslosen, während Ihr im Osten wenigsten Westfernsehen hattet, also auch andere Meinungen, als die offizielle Staatsmeinung hören konntet. Wie wichtig das ist, hab ich erst begriffen, als ich in Russland lebte.
Das von mir erwähnte Drittel der Bevölkerung zweifle ich selbst an, wie oben ja auch sagte. Aber dieses Drittel bezog sich nicht auf die Welt als ganzes, sondern auf jedes einzelne Land.
Bei mir war es einfach: Elternhaus. Ich wurde erzogen, Dinge zu hinterfragen und skeptisch zu sein. Das ist die Kurzversion.
Ich sage nichts gegen (aufgeklärte) Agnostiker, auch wenn sie sich meiner Meinung nach bloß nicht entscheiden können…) Auch – wie oben schon gesagt – gegen Gläubige, die friedlich zu Hause beten, kann man (eigentlich) nichts sagen (außer, dass man sie leichter radikalisieren kann, als Atheisten), solange sie ihren Glauben nicht anderen aufdrängen wollen.
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Ich habe keine Ahnung welche Rolle die Kirche bei der Wende gespielt hat, ich selbst war noch zu jung und habe sie in Reportagen über das Ende der DDR erlichgesagt nicht bemerkt.
Wir Armen im Osten hatten übrigens nicht alle Westfernsehen – meine Eltern waren da sehr vorbildlich.
Was auch nicht in dein Bild – Diktatur fördert den Glauben – passt, ist dass es in den neuen Bundesländern zumindest nach meiner Erfahrung mehr Atheisten gibt als in den Alten. Wie es da in Russland beziehungsweise China mal im Vergleich zu den USA oder Brasilien aussieht weiss ich nicht.
Ich gebe meine These jedenfalls erst auf, wenn hier mal irgendwer belegbare Zahlen auftreibt – ich bin bisher auf keine gestoßen.Und um noch mal auf den Agnostikern rumzutrampeln:
Ich finde es ist eine vernünftige wissenschaftliche Einstellung irgendeinen Gott nicht ganz auszuschließen, aber mit der wohlbegründeten Annahme seiner Nichtexistenz zu leben. Wahrum sollte man da irgendwas entscheiden müssen? -
Doch doch, die Kirche war nicht unwichtig damals. Sie stellte Versammlungsräume bereit, viele Oppositionsgruppen haben sich dort getroffen und die Stasi hatte Manschetten dagegen vorzugehen.
Was Diktatur-fördert-Glauben angeht, werden wir ohne belastbare Daten wohl kaum zu einem endgültigen Ergebnis kommen. Ich stehe jedenfalls zu meiner These, auch wenn ich Dir Recht gebe, dass der Osten in D wohl atheistischer ist, als der Westen.
Und was Du über die Agnostiker sagst, da hast Du vielleicht auch Recht. Es ist wissenschaftlich vielleicht korrekt, seine Existenz nicht ganz auszuschließen, denn auch seine Nichtexistenz ist ja nicht endgültig bewiesen. Aber ich sehe einfach zu viele Widersprüche in den Religionen, so dass ich ihn ausschließe und auch das wissenschaftlich begründen kann. Nehmen wir als Beispiel nur die Doppelblindexperimente, bei denen für eine Gruppe von Kranken gebetet wurde und für eine zweite nicht. Gäbe es einen Gott, dann müsste es dort doch Ergebnisse geben, also eine Gruppe müsste besser und oder schneller genesen. Das passiert aber nicht. Und daher bringt es auch nichts, zu ihm zu beten. Das allerdings hieße, dass es völlig egal ist, ob es ihn gibt, wenn er sowieso nicht hilft. Egal, führt hier wohl zu weit, es gibt zu viele Beispiele dafür.
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@tom
Ich habe gerade in dem Artikel aufhttp://www.atheistundgut.de/2007/02/13/konkordatslehrstuehle/
ein paar Zahlen entdeckt:
“Durch die Wiedervereinigung ist die Anzahl der Konfessionslosen erheblich angestiegen; durch Migration hat sich der Anteil anderer Religionen (wie z.B. des Islam) vergrößert; durch millionenfache Austritte ist die Bedeutung der beiden Großkirchen geschrumpft. Die sonntäglichen Kirchenbänke werden immer leerer. Im Jahre 2004 lag die Zahl der Konfessionslosen (32,4 % der deutschen Bevölkerung) erstmals höher, als die der Protestanten und der Katholiken (jeweils ca. 31 %).”
Das sind zwar auch noch keine echten Quellennachweise aber ich werd schon noch was finden.
Der Artikel hat mich hochgradig schockiert, unglaublich was in Bayern möglich ist – und keiner weiss es!!! -
Konfessionslos ist nicht gleich Atheist. Ich kenne einige Gläubige, die zwar nicht in die Kirche gehen (oder die Institution Kirche ablehnen) oder auch nur aus finanziellen Gründen (Kirchensteuer) ausgetreten sind. Das sagt nichts über den Glauben.
Ich habe nie geglaubt, hab mich aber seinerzeit konfirmieren lassen, weil es dabei so tolle Geldgeschenke von der Verwandtschaft gab! Dafür hab ich den Quatsch eben ertragen, denn in den 80ern waren 2000 DM richtig viel Geld für einen 14-jährigen! So landen dann auch Atheisten in den Statistiken der – in meinem Fall – evangelischen Kirche…
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ich schließe mich tom an: zwar gibt es immer mehr menschen ohne konfession, aber die freikirchen bekommen immer mehr zuwachs! und dort sind die meisten nicht getauft bis sie sich “für jesus entscheiden”.....meine freundin ist auch in einer freikirche (freikirchen sind sehr streng und erinnern eher an die katholische kirche) und lässt sich jetzt auch taufen weil sie “sich für jesus entschieden hat”!
und die meisten, die sich konfirmieren lassen sind nicht gläubig sondern habens auf die kohle abgesehen!
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Deshalb bin ich auch immer skeptisch, wenn ich Schätzungen über die Anzahl der Atheisten höre und mich interessiert dann die Quele und die Art der Erhebung.
Ich hab auch einen Freund, der in einer Freikirche ist und von Jesus faselt, dass der für unsere Sünden gestorben ist usw. Übrigens paradox: Er vögelt (sorry) was das Zeug hält, ein One Night Stand nach dem anderen, bricht reihenweise Frauenherzen. Wenn ich ihn in diesem Zusammenhang auf seinen Glauben anspreche, dann sagt er, wäre nicht so schlimm, in die Hölle käme er deswegen nicht, denn Jesus wäre ja für seine Sünden am Kreuz gestorben und deshalb würde ihm nichts passieren, denn er glaubt ja an Jesus. Das sind Freikirchen…
Und danach versuchen dann Gläubige und Religiöse Menschen uns etwas von ihrer Moral zu erzählen…
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Als ich aber zu meiner Freundin gesagt habe: Wenn der Jesus am Kreuz angeblich für meine Sünden gestorben ist, kann ich im Leben sowieso machen was ich will, mir werden ja alle Sünden vergeben…” hat sie gemeint: Nein, man muss Christ sein, damit einem die Sünden vergeben werden….
???Aha…..etwas unlogisch, aber egal. Religion und Logik passen etwa so gut zusammen wie Angela Merkel und Brad Pitt. Ich habs dann dabei belassen….
habt ihr euch schon mal Bibel TV reingezogen? Ich hab das mal 10 Minuten gemacht…..manomanoman…..das ist Folter….:(
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Da hast Du Unrecht, Religion und Logik passen schlechter zusammen, als Angela Merkel und Brad Pitt. Die beiden sind Mann und Frau, damit passen sie wenigstens THEORETISCH zusammen, während…
Bibel TV hab ich keine 10 Minuten ausgehalten. Ich hab mir vor kurzem mal den evangelischen Gottesdienst im ZDF angesehen (habs aber auch nicht bis zum Ende ausgehalten). Das war massive Volksverblödung. Selbst da haben sie sich zur von ihnen sogenannten “Atheismusdebatte” geäußert und behauptet, dass die “Weisheit Gottes wichtiger ist als Wissen” wobei sie vorher “Wissen” mit “Wissenschaft” gleichgestezt haben. Für mich ein Skandal, dass dafür Rundfunkgebühren erhoben werden! Immerhin nicht meine Gebühren, denn ich lebe seit Jahren im Ausland hier nervt keine GEZ)
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Hier hab ich auch mal was zum Thema “Wieviele Menschen sind in Deutschland religiös”: http://hpd-online.de/node/3464/
Das ist ein Artikel zu einer Erhebung der Berstelsmann Stiftung, allerdings ist die Methodik stark umstritten, wie aus dem Artikel hervorgeht. Von daher ist das Ergebnis auch zweifelhaft. Was wieder meine Meinung bestätigt, dass die tatsächliche Zahl (oder der prozentuale Anteil) der Atheisten kaum zu ermitteln ist und bei jeder Angabe zu diesem Thema die Quelle und die Methodik hinterfragt werden müssen.
Hier nun ein Zitat aus dem Artikel zur Methodik der Erhebung:
”-Intellekt: Wie oft denken Sie über religiöse Themen nach?
-Ideologie: Wie stark glauben Sie daran, dass es Gott oder etwas -Göttliches gibt?
-Öffentliche Praxis: Wie häufig nehmen Sie an /Gottesdiensten /Synagogengottesdiensten /Gemeinschaftsgebeten / Tempel (gehen) /spirituellen Ritualen oder religiösen Handlungen /teil?
-Private Praxis: Wie häufig beten Sie? / Wie häufig meditieren Sie?
-Erfahrung: Wie oft erleben Sie Situationen, in denen Sie das Gefühl haben, dass Gott oder etwas Göttliches in Ihr Leben eingreift? / Wie oft erleben Sie Situationen, in denen Sie das Gefühl haben, mit Allem Eins zu sein?
Die Antworten auf die fünf Fragen wurden von 1 bis 5 kodiert (1 = nie / gar nicht; 2 = selten / wenig; 3 = gelegentlich / mittel; 4 = oft / ziemlich; 5 = sehr oft / sehr). Dem entsprechend erstreckt sich der Zentralitätsindex von 5 bis 25 Punkten. 5 Punkte haben die Befragten, die alle fünf Fragen mit „nie / gar nicht” beantwortet haben, 25 Punkte diejenigen, die auf alle fünf Fragen mit „sehr oft / sehr” geantwortet haben.Wer 5 – 10 Punkte hatte, wurde als „nicht religiös” eingestuft, von 11 – 19 Punkten wurde man als „religiös” bewertet und von 20 – 25 Punkten ist der Befragte „hoch religiös”.” Zitat Ende
Man beachte die fehlerhafte Fragestellung. Ich bin nicht religiös und ganz sicher nicht gläubig, aber die erste Frage muss ich trotzdem mit “sehr oft”, also 5 Punkten beantworten, denn Gedanken mach ich mir zum Thema jeden Tag, aber eben nicht weil ich gläubig bin, sondern genau das Gegenteil. Aber hohe Punktzahlen “belegen” dem Aufbau Auswertung nach eine hohe Religiösität…
So kann man sich seine Ergebnisse selber machen. Deshalb gibt es ja den berühmten Spruch der Statistiker: “Ich glaube nur die Statistik, die ich selbst gefälscht habe!”
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Ich bin Atheist und stehe auch dazu. Mag die Kirche nicht sehr aber sie lassen mich in Ruhe. Ich mag die CDU/CSU nicht, weil das Wort “Christliche” drin steckt. Jedoch akzeptiere ich, so weit wie ich kann Gläubige. Einmal war ich mit welchen im Gespräch, wo einer Theologie studiert. Als ich ihm meine Meinung sagte, fühlte er sich gleich angegriffen. So ein schwacher Christ, kann nicht mal Kritik ertragen.
Ich will in die Hölle, schön warm und nicht so zügig wie im Himmel.
Gruß: André
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Irisches Sprichwort:
Wenn Du krank bist, gibt es 2 Möglichkeiten:
1. Du wirst gesund
2. Es wird schlimmer
Wenn Du gesund wirst, hast Du kein Problem.
Wenn es schlimmer wird, gibt es 2 Möglichkeiten:
1. Es wird wieder besser
2. Du stirbst
Wenn es bsser wird, hast Du kein Problem.
Wenn Du stirbst, gibt es 2 Möglichkeiten:
1. Du kommst in den Himmel
2. Du kommst in die Hölle
Wenn Du in den Himmel kommst, hast Du kein Problem.
Wenn Du in die Hölle kommst,...
... TRIFFST DU SO VIELE ALTE FREUNDE, DASS DU KEINE ZEIT HAST, ÜBER PROBLEME NACHZUDENKEN! -
Hmm, ich verstehe was du meinst. Es ist also deine Art mit meiner Einstellung umzugehen. Ich habe keine Lust hier alles zu lesen und auch nicht mich genau mit Religionen zu befassen. Ich gehe mal davon aus, du bist religiös. Was nicht heißen muss, dass du ein schlechter Mensch bist. Auch dein indirekter Konter ist gut und greift Niemanden an. Besser als der Theologie Student, der zu jammern anfing. “Aber das du damit jemanden verletzt,...” Religionen haben Kriege gebracht aber auch Gutes. Wer dran glauben will, soll es tun und wer nicht der nicht. Ich tue es nicht. Ich wohne auch seit 2 Jahren im Süden von DE. In meiner Klasse in der Berufsschule, bin ich der Einzige nicht getaufte und der Einzige mit Jugendweihe. Anstatt Kommunion oder Firmung. Es stört niemanden, mich stören auch nicht die ganzen Christen. Keiner von den anderen geht regelmäßig in die Kirche. Zwar sagen viel sie seien gläubig aber viel mehr haben sie auch nicht mit ihren Religionen zu tun. Soweit wie ich weiß, gibt es pro Jahr 500000 Kirchenaustritte in Deutschland. Also es geht doch. Um so jünger die Generation, um so weniger strenge zum Glauben der Jeweiligen.
Eines sollte man aber nicht vergessen. Man darf nicht verallgemeinern! Es gibt überall solche und solche. Überall! Auch unter den Christen gibt es gute und nicht so gute. Wenn man z.B. sagt, “ich kann alle Religiösen nicht leiden.” Ist dass auch nicht viel besser als Rassismus.
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Da liegst Du falsch! Ich bin absoluter Atheist. Von Kindheit an. Das irische Sprichwort war einfach mal der Versuch einer “humoristischen Auflockerung” der bierernsten Beiträge hier.
Vielleicht solltest Du aber doch mal die ganze Diskussion hier lesen, denn da ist einiges an interessanter Info dabei. Z.B. sagt die Anzahl der Kirchenaustritte nichts darüber, ob diese Leute glauben oder nicht. Es gibt Gläubige, die die Institution Kirche nich tmögen und deshalb austreten. Es gibt Gläubige, die einfach nur das Geld sparen wollen/müssen etc.
Gerade die Frage “wieviele Menschen (oder wieviel % der Menschen) sind religiös” wurde oben behandelt.
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Hey, dieses Thema hier ist sehr interessant und ich finde es war eine gute Idee, diese Seite zu veröffentlichen. Da ich selber nicht an Gott glaube (was ja klar ist denn es gibt auch keinen) kann ich nur zustimmen. Wenn ich irgendwann einmal Kinder haben sollte, werde ich es ihnen verbieten in die Kirche zu gehen und ich werde ihnen auch den Religionsunterricht verbieten.
Gott hat nicht die Menschen erschaffen, sonder die Menschen GOTT.
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“Lies die Bibel, dann wirst du merken, das gleich am Anfang steht, dass der Teufel das Böse in die Welt gebracht hat.”
Und wer hat den Teufel erschaffen? Ist es nicht der allwissende Gott gewesen, der Lufizer erschuf und “das Böse” bereits in ihn hineingelegt haben muss? Gott ist der Erste. Und die alleinige schöpferische Kraft. Entweder kann Gott seine Handlungen nicht so richtig planen (obwohl er angeblich allwissend ist) oder er ist Gut UND Böse.
Oder aber es gibt es nicht
...Zum Thema: Nach vielen Jahren christlichen Lebens und Tätigkeit in verschiedenen Bereichen evang.-christlicher Arbeit kann ich bestätigen, dass der Agnistizismus die einzig sichere, vertretbare Weltanschauung ist.
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Das wir hier noch mal über Kindererziehung sprechen würden, hätt ich auch nicht gedacht…
Aber mal im Ernst: Das “Verbot in die Kirche zu gehen” etc bringt gar nichts und ist der falsche Ansatz. Wir sind Atheisten, weil wir selbständig denken und uns unsere Meinung bilden können. Das ist es, was man seinen Kindern vermitteln muss. Dass sie alles hinterfragen. Dann werden sie auch mit ziemlicher Sicherheit nicht religiös, denn wer hinterfragt, der glaubt nicht, sondern weiß entweder, oder such noch die Antwort. Und man wird dabei von ganz allein auf all die Widersprüche im Glauben aufmerksam. Aber Verbote bewirken das Gegenteil, sie unterdrücken den Drang nach Wissen und Argumenten.
Mit Verboten kann man im Extremfall das Gegenteil erreichen: Das Kind aktzeptiert Verbote, denkt nicht nach und dadurch wird erst der Grundstein gelegt für Religiösität. Denn was ist Religiösität? Ein Denk-VERBOT. Und noch schlimmer: Alles verbotene ist für Kinder erst interessant. Dadurch wird die Religiösität für das Kind noch interessanter!
Als Lektüre kann ich dazu nur die 10 Gebote der Atheisten empfehlen, auch hier auf der Startseite als Link zu finden. -
Na da hast du auch wieder Recht.
Verbieten kann ich es ihnen nicht, aber ich werde ihnen mindestens klar machen, das es alles Schwachsinn ist. Den Rest sollten sie selber merken.
Könntest du mir vllt. noch ungefähr sagen wieviele Atheisten es denn ungefähr weltweit gibt? Ist das irgendwo nachgewiesen?
Neulich hatte ich ein Gespräch mit jemandem, der dachte das Gott die Welt erschaffen hat und ich wusste einfach nicht was ich sagen sollte. Ich musste lachen und habe versucht klar zu machen was Realität ist, doch die Person wollte es einfach nicht glauben…
naja. -
Okay stimmt, immerhin.
Aber ich hätte nicht gedacht das es so viele Atheisten in ganz deutschland gibt… -
Na dann schieß mal los mit “belegbaren Fakten”. Ich bin gespannt, was Du da sagen möchtest. Ich denke, jegliche Argumentation hinsichtlich einer Gottesexistenz ist Spekulation, denn wo soll es hier belegbare Fakten geben?
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@Laura: Du sagst: “Ich denke, jegliche Argumentation hinsichtlich einer Gottesexistenz ist Spekulation, denn wo soll es hier belegbare Fakten geben?”
Das ist fast richtig, es gibt keine Fakten, die Gottes Existenz belegen. Und es gibt auch keine Beweise dafür, dass es ihn nicht gibt. Aber alle wissenschaftlichen Experimente (von Widersprüchen in den Religionen gar nicht zu reden) deuten in die Richtung, dass es keinen Gott gibt.
Darauf wollte ich aber gar nicht hinaus. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es nicht Teil einer sachlichen Diskussion sein kann, anstatt Argumente zu nennen, aus einem alten Buch zu zitieren. Ich bezog mich dabei auf den Kommentar von Moe, der für mich nur einfach am Thema vorbei ging, denn er hat einfach keine Aussage und kein Argument gebracht.
Ausser einem vereinfachten Erklärungsansatz des Theodizeeproblems, der im Prinzip darauf hinausläuft, dass wir für unser Unglück entweder selbst verantwortlich sind (freier Wille) oder aber der von Gott geschaffene Satan (wozu bloß hat der “Allmächtige” den geschaffen? War ihm langweilig?), für unser Glück aber Gott zuständig ist (ihm danken die Gläubigen ja für alles in ihren Gebeten).
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Wenn Gott nicht existiert, was ist dann der Sinn des Lebens, mich auf diesem beschissenen, kaputten Planeten zu “amüsieren”,also das Leben genießen(was man auch immer darunter versteht)
wenn um mich herum Menschen verhungern…
erbärmlich verenden wie Tiere…
Krieg, Elend, Armut, Nationen die jeden Moment übereinder herfallen können..
Wie soll das bitte gehen?
Ich erhäng mich lieber, daran ist nichts verwefliches, ich habe das Recht dazu,
dann mach ich dem ganzen ein Ende, niemand bestraft mich dafür.
Na los kommt Leute, was ist, wo ist der Sinn, ohne diesen “Gott”?
Auf diesem hässlichen, todverfluchten Körper wartet der Tod, dem noch niemand entronnen ist, was auch gut so ist, denn es gibt nichts schlimmeres als ewiges Leben mit diesen grausamen Menschen… -
Wenn man die Zeitspanne der Existenz von Leben in eine Länge von
100 m misst, dann ist der Mensch erst nach 99 m in Erscheinung getreten.
Danach müsste ja auch alle Art von Leben in diesen 99 Jahren sinnlos sein. Also hätte Gott so lange gewartet um einem Lebewesen Sinn zu geben?
Ich denke diese Frage müsste man dann auch gegenüber den Tieren stellen.Wurde auf der anderen Seite nicht schon viel UNsinn im Namen Gottes gestiftet (Hexenverbrennung im Christentum, Anschläge im Namen Gottes durch islamistische Fundamentalisten)?
Wie wäre es denn mal mit einem humanistischen Gedankengut, in der Toleranz, Gewaltfreiheit und Gewissensfreiheit als wichtige Prinzipien gelten? -
der sinn des lebens ist die erhaltung der eigenen art.
dieser sinn ist allerdings in unserer selbsterschaffenen gesellschaft
sinnlos geworden (überbevökerung)
so das sich jeder seinen eigenen sinn für das leben suchen muss
bei mir ist das meine frau mein sohn meine freunde mein motorrad
und natürlich mein pc.
und jeder hat das recht sich seinen eigenen sinn für das leben zu suchen!
die anhänger der religionen sind da allerdings anderer meinung,
sie versuchen anderen menschen ihren glauben vom “sinn”einzureden.
ich finde das es nur in einen land lebenswert ist in dem freiheit eine
grosse rolle spielt und nicht die beschränkten ansichten von einzelnen
gruppen.
und man sollte immer protestieren wenn die freiheit in gefahr ist!
religionen können nur existieren durch einfluss auf andere menschen
(hauptsächlich kinder) also sind die religionen der feind der freiheit!
und Agnostiker sind zwar nicht überzeugte gläubige aber sie schaffen
mit ihrer akzeptanz der religionen die grundlage für die lebensberechtigung religiöser fanatiker und feinde der freiheit! -
Was der Sinn des Lebens ist, ist eine Frage, an der Philospohen schon seit 3000 Jahren ergebnislos herumdiskutieren. Ich behaupte, es gibt keinen Sinn. Es geht nur um den Kreislauf der Natur. Und ich halte es auch für Unsinn, sich einen Gott ausdenken zu müssen, um einen Sinn im eigenen Leben zu sehen…
Man kann sich doch auch einfach am Leben freuen… -
der allwissende und allmächtige gott ist ein wiederspruch in sich!
wenn gott allwissend ist weiss er wie er seine macht in zukunft einzusetzen hat und kann das nicht mehr verändern!
wenn er aber seine allmacht nicht anders einsetzen kann ist er nicht allmächtig und wenn er sie doch verändert ist er nicht allwissend ;=) -
“Allmächtig” bedeutet, dass er diese Logik außer Kraft setzen kann
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@ Wolfgang: Du schreibst: “der sinn des lebens ist die erhaltung der eigenen art.”
Das habe ich früher auch mal gedacht. Aber gehen wir doch mal einen Schritt weiter und fragen uns was die Menschheit davon hat sich jahrelang zu vermehren und zu sterben? Es ist doch auch nur ein Kreislauf, der zu nichts führt. Es steht kein Ergebnis am Ende. Die Menschheit vegetiert vor sich hin bis sie eines Tages mal ausstirbt, so wie auch schon die Dinosaurier und die ein oder andere Tierart. Wo siehst du da einen Sinn? Mir bleibt er gänzlich verborgen.
Aber du hast recht: Wir müssen uns den Sinn unseres Lebens selbst suchen, denn sonst macht die Existenz keinen Spaß. Ich möchte meine Zeit auf diesem Planeten genießen – mit Sinn oder ohne!
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@ Rike: Du schreibst: “was die Menschheit davon hat sich jahrelang zu vermehren und zu sterben? Es ist doch auch nur ein Kreislauf, der zu nichts führt. Es steht kein Ergebnis am Ende. Die Menschheit vegetiert vor sich hin bis sie eines Tages mal ausstirbt, so wie auch schon die Dinosaurier und die ein oder andere Tierart. Wo siehst du da einen Sinn?”
Also der Reihe nach: “Es ist doch auch nur ein Kreislauf, der zu nichts führt. Es steht kein Ergebnis am Ende.” Die Natur ist ein Kreislauf (das sagst Du ja auch ganz richtig), es geht seit Beginn der Zeit, seit dem ersten Bakterium, nur darum, die eigene Art am Leben zu erhalten und die eigenen Gene weiterzugeben. Wenn Du sagts, dass da kein Ergebnis am Ende steht, dann stimmt das nicht. Das Ergebnis ist das Überleben der eigenen Art, der Sinn ist, die eigene Art noch besser an ihre Umwelt anzupassen und sie dadurch noch überlebensfähiger zu machen. Meistens klappt das, und die Art bleibt, entwickelt sich vielleicht auch zu einer anderen Art weiter, manchmal aber auch nicht und eine Art stirbt aus. Aber in jedem Fall gibt es ein Ergebnis.
Und weiter: ” Die Menschheit vegetiert vor sich hin bis sie eines Tages mal ausstirbt, so wie auch schon die Dinosaurier und die ein oder andere Tierart.” Ich bezeichne mein Leben nicht als vegetieren, darum bin ich auch nicht einverstanden, wenn jemand so etwas von der Menschheit als ganzem sagt. Und ob wir aussterben, oder uns weiterentwickeln, das wird sich zeigen.
Und zum Schluß: “Wo siehst du da einen Sinn?” Es gibt keinen teiferen Sinn, nach allem, was die Wissenschaft heute weiß. Und die Suche danach ist eine arrogante Eigenschaft des Menschen, der sich für etwas Besseres hält. Dass es bei allen Tieren nur um Fressen und Fortpflanung geht (also um einen “sinnlosen” Kreislauf), stört niemanden. Wenn es aber um den Menschen geht, muss plötzlich alles einen teiferen Sinn haben? Warum denn bloß? Wir unterscheiden uns in nichts von den Tieren. OK, wir sind intelligenter, dafür können andere Tiere weiter springen. Wir haben unsere Intelligenz als Überlebensstrategie entwickelt, so wie Tiere ein gepunktetes Fell als Tarnung oder Flügel zum Fliegen. Aber daraus nun herzuleiten, dass alles einen tieferen Sinn haben muss… ganz schön vermessen, finde ich.
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es gibt geschätzte 1 milliarde millarden planeten im all. die sonne wird in ca. 5 milliarden jahren sterben und die erde vernichten. so gesehen ist es schon vermessen anzunehmen das der mensch überhaupt einen “sinn”hat.
aber der mensch ist auch das einzige tier das weiß das es sterben muss.
und ich bin der evolution dankbar das ich überhaupt existiere.bedenkt man mal die milliarden eizellen und spermien die es nicht geschafft haben.
ich betrachte das leben als geschenk der natur und damit mein leben
“für mich”einen sinn hat versuche ich das leben zu genießen.Vielleicht
wird die menscheit in 5 milliarden jahren die möglichkeit haben der vernichtung zu entkommen aber bedenkt man mal wie wir in wenigen tausend jahren es geschafft haben die erde zu zerstören wird es doch eher unwahrscheinlich. -
Dass das Leben von Tieren weniger Sinn hat als das eines Menschen, habe ich nicht behauptet. Ganz im Gegenteil: Ich differenziere nicht wirklich zwischen den beiden Kategorien. Für mich sind Menschen einfach nur große, nackte Tiere, deren “Geheimwaffe” ihre Intelligenz ist.
Die Ansicht, dass am Ende der Evolution ein Ergebnis steht, teile ich nicht mit dir. Wie Wolfgang oben schreibt, ist das Leben auf der Erde im Allgemeinen begrenzt und früher oder später werden wir eben doch aussterben (und mit uns alle Tiere und Pflanzen). Alles, was bis dahin passiert steht also im Endeffekt ohne Ergebnis da.
Mit “Vegetieren” war nicht gemeint, dass das (menschliche) Leben auf diesem Planeten ein unerträgliches Leiden ist. Vielmehr wollte ich damit darauf hinweisen, dass die Handlungen der Menschen und ihre Probleme im Gesamtkontext aus der Vogelperspektive betrachtet eher lächerlich wirken. Die Wichtigkeit des Konsums, Oberflächlichkeiten, Smalltalk… es ist nett sich alledem hinzugeben und seine Existenz zu genießen, aber bei genauerer Betrachtung hat es keinen tieferen Sinn.
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ich glaube den sinn des lebens sollte man nicht in den millionen jahren die noch ggf vor uns liegen suchen.den sinn des lebens sollte man auf das hier und jetzt beziehen.und ich sehe es auch nicht als vermessenheit wenn ich für mich einen sinn für dieses leben suche.aber der ausdruck vegetieren ist gar nicht so falsch.3\4 der menschheit lebt in armut und ich finde es ist eine schande das politiker und religionsvertreter sich lieber darüber den kopf zerbrechen wie sie ihren glauben den armen menschen aufzwingen können als dafür zu sorgen das diese menschen ein gutes leben haben.und ich sehe auch darin einen sinn oder eine verpflichtung den kommenden generationen auch ein gutes leben zu gewährleisten.
wenn man sich mal folgendes zitat anschaut bekommt man angst für seine kinder und kindeskinder und es zeigt auch welche gefahr für unsere zukunft von religiösen menschen ausgehen kann.zitat eines us senators (2006):”warum sollten die usa etwas zum umweltschutz beitragen? das ende der welt steht doch schon bald bevor”
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Natürlich sucht jeder für sein eigenes Leben einen Sinn (ob es die eigenen Kinder sind, der Beruf, die Hobbies, was auch immer). Das meinte ich aber nicht. Vielleicht hatte ich Rike einfach falsch verstanden.
Aber Naderl hat uns auf etwas wichtiges hingewiesen: nämlich auf das Thema der Diskussion. Wir haben uns thematisch recht weit von der Überschrift entfernt…) -
Sollte man nicht vielleicht einmal die Bibel indizieren?!? Solche Verse: http://www.bibelzitate.de/gbz.html wären in meinen Augen Grund genug!
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würden doch nur mehr leute die bibel lesen!!!!!
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