Artikel mit dem Schlagwort Video.
Die Atheist Alliance hatte Ende September eine Konferenz, auf der sich die in den letzten Jahren herausragenden atheistischen Aktivisten und Buchautoren der englischsprachigen Welt ein Stelldichein gaben.
Unter anderem gaben Richard Dawkins und Sam Harris Vorträge und letzterer legt dar, warum wir uns besser nicht “Atheisten” nennen sollten.
Zu den Videos mit beiden länglichen, aber sehenswerten Vorträgen »Es gibt schon zielmlich gute und bissige Comedians aus den USA. Lewis Black ist so einer, George Carlin ein anderer. Hier ein Ausschnitt aus der Show des letzteren, in der er über Religion spricht. Herrlich. Und natürlich völlig richtig, bis darauf, dass ich weder die Sonne noch Joe Pesci anbeten werde.
Update 10 Sep 2007: Das Video wurde leider entfernt und ich habe es duch ein nicht minder schlechtes ersetzt, in dem Carlin die 10 Gebote auseinandernimmt.
(DirektCarlin, via)
Ich weiß zwar nicht, was in dem Artikel steht, zu dem Wortfeld Links nachliefert, aber Mr. Deity und God, Inc, englische Parodien auf Gott in Form von Kurzserien, sind schon sehr witzig.
Eine kurze aber starke Szene aus der 70er Jahre Fernsehserie The Ascent of Man. Bronowski führt Auschwitz als Beispiel dafür an, was Menschen im Streben nach absolutem Wissen und mit dogmatischem Denken anrichten. Es ist nicht die Wissenschaft, die den Menschen entmenschlicht und zur Nummer macht. Im Gegenteil erlaubt nur die Abschaffung absoluter Wahrheiten ein dauerhaft vernünftiges Zusammenleben.
Ich habe gerade ein altes Video von Richard Feynman auf meiner Festplatte gefunden und nach kurzem Reinschauen bin ich gleich die vollen 50 Minuten hängengeblieben. Soweit ich weiß ist aus diesem Interview das Buch Vom Vergnügen, Dinge zu entdecken entstanden.
Feynman erzählt von seiner Kindheit, aber auch viel darüber, was Physik und die Welt für ihn ist. Es ist bewegend, ihm zuzuhören, und ich wurde daran erinnert, woher ich wohl einige meiner Einstellungen zur Welt habe. Zweifel als Grundeinstellung und lieber in Ungewissheit leben, als falscher Gewissheit aufzusitzen. Dazu sagt er sehr treffend:
Ich brauche keine Antwort. Ich habe keine Angst davor, etwas nicht zu wissen; in einem geheimnisvollen Universum ohne Sinn verloren zu sein – so wie es wirklich ist, soweit ich weiß, möglicherweise. Es macht mir keine Angst. [1]
Hier das ganze Video (englisch, 50min):
.
[1] Im Original: I don’t have to know an answer. I don’t feel frightened by not knowing things; by being lost in a mysterious universe without any purpose – which is the way it really is, as far as I can tell, possibly. It doesn’t frighten me.
Die Links weiter unten führen zu einem äußert sehens- oder lesenswertes Interview mit Salman Rushdie, in dem das Verhältnis zwischen Glauben und Vernunft diskutiert wird. Es geht um die Mohammed-Karikaturen, religiösen Fanatismus und religiöse Verzückung, das menschliche Streben nach Transzendenz und darum, wie das Konfliktpotential abgebaut werden könnte. Gegen Ende liest er ein Stück aus den Satanischen Versen, dem Buch, wegen dessen er jahrelang von Islamisten bedroht wurde.
Das Interview auf englisch dauert 57 sehr gut investierte Minuten und findet sich entweder
- eingebettet in eine Webseite (Real oder WM)
- oder direkt als Real-Stream per rtsp.
- Eine Abschrift gibt es auch.
Die Satanischen Verse sind gerade recht hoch in meine Leseliste gerutscht.
Richard Dawkins ist Evolutionsbiologe und unter anderem durch populärwissenschaftliche Bücher (“Das egoistische Gen”) bekannt. In einer TV-Serie für das britische Fernsehen mit dem Titel The Root of All Evil? greift er das grundlegende Problem auf, das alle Religionen gemein haben: Sie verhindern kritisches Denken und Vernunft.
Ich stimme völlig mit ihm darin überein, dass Religion und Wissenschaft einander gegenüber stehen und dass es Unsinn ist zu behaupten, dass sie nebeneinander existieren können oder sogar miteinander vereinbar sind. Die beiden bisherigen Abschnitte der Serie finden sich auf Google Video und sind ein echtes Muss:
- The Virus of Faith
(via Pharyngula)



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